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Joseph Anton Schöpf

Kanonist – Schriftsteller – Seelsorger

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Andreas E. Graßmann

Die vorliegende Studie widmet sich dem Salzburger Diözesanpriester Dr. Joseph Anton Schöpf, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Salzburger Lehrkanzeln für Kirchengeschichte und Kirchenrecht maßgeblich prägte. Der Autor legt eine ausführliche Biografie sowie eine Darstellung seines wissenschaftlichen und allgemein-schriftstellerischen Wirkens vor. Schöpf präsentiert sich als vielschichtige Person: Er war rund 36 Jahre als akademischer Lehrer für Kirchengeschichte und Kirchenrecht tätig, wirkte aber darüber hinaus in zahlreichen unterschiedlichen Feldern im akademischen, sozialen, journalistischen, pastoralen sowie politischen Bereich.

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1 Zur Biographie Joseph Anton Schöpfs

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1 Zur Biographie Joseph Anton Schöpfs

1.1 Kindheit, Schulbildung und Studienzeit

Joseph Anton Schöpf wurde am Nachmittag des 5. Februar 182254 im Tiroler Ötztal, näherhin in Umhausen, Rosslach Nr. 5, als viertes Kind und einziger Sohn der wohlhabenden katholischen Bauersfamilie55 Johann und Maria Schöpf56 geboren und noch am selben Tag in der Pfarrkirche Umhausen getauft.57 Die Mutter←23 | 24→ übte als Vorbild in puncto Fleiß und Frömmigkeit,58 welche allgemein den Ötztalern zugesprochen wurde,59 großen Einfluss auf die Entwicklung Schöpfs aus.60

Nach dem Willen des Vaters war Schöpf dazu bestimmt, ein Studium zu absolvieren,61 sodass auf den Besuch der Klosterschule der Zisterzienserabtei Stams zunächst die Ausbildung an der Hauptschule in Imst, wo er bereits Vorunterricht in Latein erhielt,62 sowie ab 1832 der Besuch des Gymnasiums in der Nordtiroler Hauptstadt Innsbruck folgte.63 Die Gymnasialklassen schloss Schöpf 1838 ab und←24 | 25→ setzte sodann in Innsbruck seine Studien fort, indem er seinen ersten philosophischen Logik-Kurs belegte.64 Er wohnte hierbei mit drei weiteren Studenten, welche ebenso alle Schöpf hießen, mit Joseph Anton Schöpf jedoch nicht verwandt waren, in einer Innsbrucker Studierstube.65

1835 erwarben die Eltern nach dem Verkauf des Besitzes in Umhausen das weitschichtige Gut ‚Freundsheim‘66 (auch ‚Sigmundsfreud‘ genannt) bei Barwies in der Gemeinde Mieming im Tiroler Oberinntal,67 auf welchem der junge Schöpf gerne sein Leben lang geblieben wäre.68 So besuchte er das elterliche Gut...

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