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Was bedeutet es, Person zu sein?

Theodor Rütter

Person zu sein: Was bedeutet das für die Ethik der Zukunft und für unsere Moral heute im Umgang mit uns selbst und im mit einander?

Diese Frage wirft sich aus einem aktuellen Problem auf

− Aus der Digitalisierung aller Lebensbereiche und damit zunehmender Depersonalisierung;

− Aus modernen Technologien und damit verbundenen Ideologien, die immer tiefer in unseren Umgang mit einander und mit uns je selbst eindringen;

− Aus philosophischen Konzepten, die an Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz orientiert das Personsein manchen menschlichen Wesen aberkennen und manchen Rechenmaschinen zuerkennen.

Das Buch entfaltet die Antwort auf die in seinem Titel aufgeworfene Frage historisch und systematisch: aus praktischer Vernunft, die sich an den Verstand wendet, das heißt, aus der raison du cœur.

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Die Person in der analytischen und neueren praktischen Philosophie

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Person, dieser von Hause aus metaphysische Begriff – der für uns zentrale Begriff der Metaphysik der Sitten – ist ins Fadenkreuz der analytischen Philosophie und einer von ihr mächtig beeindruckten praktischen Philosophie geraten. Diese einerseits analytische und andererseits praktische Philosophie hat ihre Wurzeln auf der einen Seite im logischen Positivismus und auf der anderen Seite im ethischen Utilitarismus. Kurz gesagt, die hier als zweiseitig angesehene Philosophie wurzelt im physischen Grund, bleibt auf dem Boden der Tatsachen und lehnt es ab, in metaphysische Höhen zu wachsen. Hier nur einige Hinweise auf die analytische Philosophie:

Nach der Grundlegung der wissenschaftlichen Disziplin aus Semantik und Logik durch Gottlob Frege (gest. 1925) bildete sich ab 1920 im Wiener Kreis von antimetaphysisch gesonnenen Philosophen (besonders Schlick und Carnap und Reichenbach) der logische Positivismus heraus: Eine Philosophie, die der logischen Klärung wortsprachlicher und nicht wortsprachlicher (zum Beispiel mathematischer) Aussagen und ihrer Begriffe galt. In dieser Gestalt brachte sich der ältere Positivismus zu neuer Geltung: Nur Aussagen, die auf das positivum, auf das sinnlich Gegebene, auf das Physische bezogen sind, können wahr sein, nicht jedoch metaphysische, über das Physische hinaus weisende Aussagen.

Ludwig Wittgenstein (gest. 1951) deutscher, in England lehrender Philosoph, Schüler Freges und Bertrand Russells, wirkte besonders durch seine Philosophischen Untersuchungen (1953) – durch seine kritischen Analysen der Logik und Sprache, durch seinen Ansatz zur logischen Prüfung der Wahrheit von Sätzen – nachhaltig auf die analytische Philosophie ein, die zunächst im angelsächsischen und bald...

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