Show Less
Restricted access

Zwischen Tradition und Innovation: Der Einfluss des gesellschaftlichen Wandels auf die Anwendung der Scharia in Bosnien und Herzegowina im 20. Jahrhundert

Series:

Esnaf Begić

Dieses Buch beschäftigt sich auf der hermeneutisch-interpretativen Ebene mit dem Verhältnis zwischen dem Text und dem Kontext. Die Grundlage dazu bilden die Debatten, die infolge der gesellschaftlichen Umbrüche in der bosnisch-herzegowinischen Gesellschaft im Laufe des 20. Jahrhunderts. zur Frage der Deutung und Anwendung der Scharia geführt wurden. Der Autor identifiziert und untersucht dabei alle wesentlichen Elemente und Charakteristika, Reichweiten und Einschränkungen der gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen und theologischen Verortung der Scharia im gesamtgesellschaftlichen Kontext eines europäischen Landes. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussionen über die Integration der Muslime in die europäischen Gesellschaften ist diese Frage im hiesigen Kontext von großer Relevanz.

Show Summary Details
Restricted access

Danksagung

Danksagung

Extract

„Wer den Menschen nicht dankbar ist, ist Allah nicht dankbar.”

Dieses Buch, das ich nun der interessierten Öffentlichkeit präsentiere, stellt aus der autobiographischen Perspektive den Höhepunkt eines mehr als zwei Jahrzehnte langen Abschnitts meines Lebens dar. Anfang 1992 bin ich als Student der islamischen Theologie an der damaligen Islamischen theologischen Fakultät (Islamski teološki fakultet, ITF) und heutigen Fakultät für islamische Wissenschaften (Fakultet islamskih nauka, FIN) in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina nach Deutschland gekommen. Ich sollte hier während des Fastenmonats Ramadan ein Studienpraktikum absolvieren und unmittelbar danach nach Sarajevo zurückkehren und mein Theologiestudium fortsetzen. Doch aus diesem meinem Plan wurde nichts oder die göttliche Vorsehung meinte es anders mit mir, denn „Homo proponit sed deus disponit!“ – „Der Mensch denkt, Gott lenkt!“ Durch den Bosnienkrieg (1992–1995) war ich gezwungen, in Deutschland zu bleiben, und musste meine Lebenspläne anders gestalten: Mit anderen aus Bosnien und Herzegowina stammenden Muslimen gründete ich in Castrop-Rauxel eine Moscheegemeinde, in welcher ich daraufhin mehrere Jahre als Imam tätig war, bevor ich 1999 zum Bundesdachverband der bosnisch-herzegowinischen Moscheegemeinden wechselte. Gleichzeitig lernte ich die deutsche Sprache und studierte danach berufsbegleitend Islamwissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum – ein gesondertes Studium der islamischen Theologie gab es an deutschen Universitäten zu dieser Zeit (noch) nicht. Anfang 2010 wechselte ich auf die Position eines wissenschaftlichen Mitarbeiters an der Universität Osnabrück und beteiligte mich seitdem am Aufbau des heutigen Instituts für Islamische Theologie (IIT) an...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.