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Sprache(n) für Europa. Mehrsprachigkeit als Chance / Language(s) for Europe. Multilingualism as a Chance

Auswahl an Beiträgen des 52. Linguistischen Kolloquiums in Erlangen (2017) / Selected Papers of the 52nd Linguistics Colloquium in Erlangen (2017)

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Edited By Jürg Strässler

Dieses Buch präsentiert eine Auswahl an Beiträgen des 52. Linguistischen Kolloquiums 2017 in Erlangen. Unter dem Konferenzthema «Sprache(n) für Europa – Mehrsprachigkeit als Chance» behandeln die 25 Beiträge in deutscher und englischer Sprache vor allem Erst- und Zweitspracherwerb, sprachdidaktische Aspekte sowie Mehrsprachigkeit in interkultureller Kommunikation. Darüber hinaus werden neben Experimenteller Linguistik, Corpus Linguistik und Medienlinguistik auch sprachhistorische, sprachpolitische und pragmatische Aspekte beleuchtet.

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Nomen Agentis vs. Partizip I. Von „Teilnehmern“ über „Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, „TeilnehmerInnen“ zu „Teilnehmenden“ (Wilfried Kürschner)

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Wilfried Kürschner

Nomen Agentis vs. Partizip I. Von „Teilnehmern“ über „Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, „TeilnehmerInnen“ zu „Teilnehmenden“

Auf den Untertitel dieser Vortragsausarbeitung bin ich im Frühjahr 2017 gekommen, als die Website des 52. Linguistischen Kolloquiums ins Netz ging. Beim Durchgang durch die Seiten fiel mir auf, dass die prospektiven Teilnehmer auf zwei verschiedene Weisen angesprochen wurden. Auf der Anmeldungsseite hieß es: „Für TeilnehmerInnen aus dem nichteuropäischen Ausland besteht die Möglichkeit, vor Ort bar zu zahlen“. Eine Variante dazu gab es auf der Seite „Unterkunft“, wo bei den einzelnen Hotels die „Preise für Teilnehmende“ genannt wurden. Von Teilnehmern, wie sie hier im Untertitel genannt werden, keine Spur. Warum nicht? Offenbar waren die Gestalter der Website auf einen, wie man es meistens nennt, geschlechtergerechten1 Wortgebrauch bedacht. Den hätten sie auch erreicht, wenn sie von Teilnehmern und Teilnehmerinnen oder von Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesprochen hätten, aber diese Fügung wäre wohl zu lang gewesen. Auf jeden Fall hätten beide, die Langform wie die Kurzform mit dem Binnen-I, dem Erfordernis der Geschlechterinklusion genügt: Sowohl Männer als auch Frauen hätten „sich in den Wörtern wiedergefunden“, wie man oft hören kann. Das wäre, nach dieser Auffassung, nicht der Fall gewesen, wenn einfach von Teilnehmern gesprochen worden wäre. Hier liegt das bekannte generische Maskulinum vor, also ein Wort im Genus Maskulinum←209 | 210→ (der Teilnehmer), das im Kontext der Website beide biologischen Geschlechter (und weitere geschlechtliche Auspr...

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