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Liability Management Transaktionen

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Matthias Sebastian Weber

Liability Management Transaktionen sind inzwischen für Emittenten börsennotierter Anleihen ein gängiges Instrument, um Anleihen an veränderte Bedürfnisse anzupassen. Ein solcher Anpassungsbedarf kann sich sowohl aus einer Krisensituation als auch zur reinen Gewinnmaximierung ergeben. Neben der bloßen Änderung der Anleihebedingungen stellen Umtauschangebote (Debt Debt Swap, Debt Equity Swap und Debt Convertible Swap) und Anleiherückkäufe (Bond Buy Backs) die wichtigsten Restrukturierungsmöglichkeiten im Rahmen des Liability Managements dar. Das Werk stellt diese Transaktionsformen ganzheitlich dar. Neben der gesellschaftsrechtlichen Umsetzung werden jeweils auch die kapitalmarkt- und steuerrechtlichen Aspekte dargestellt sowie Gestaltungsoptionen und Kombinationsmöglichkeiten einzelner Transaktionen aufgezeigt.

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§ 3 Spezifische Probleme bei der Restrukturierung von Anleihen

§ 3 Spezifische Probleme bei der Restrukturierung von Anleihen

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Abstract:An issuer, who intends to restructure listed debt or hybrid securities and bonds, is faced to several problems regarding to the structure of the bondholders, their different strategies and their willingness to cooperate. When communicating and negotiating with the bondholders about the restructuring, the issuer needs to pay particular attention to the regulations of inside information and insider dealing.

Keyword: Insiderrecht, Rationale Apathie, Hold Up, Hold Out

Hat der Vorstand eine der vorgenannten Restrukturierungsvarianten oder eine Kombination mehrerer Varianten ausgewählt, so gilt es, die Anleihegläubiger von den Plänen zu überzeugen und sie, soweit möglich, frühzeitig in die Restrukturierung einzubinden. Eine frühzeitige Einbindung der (Haupt)anleihegläubiger wirkt sich nämlich erwiesenermaßen erheblich auf den Erfolg der Transaktion aus.42 Dabei ergeben sich allerdings aus den Besonderheiten der Anleihefinanzierung spezifische Probleme, die der Vorstand frühzeitig berücksichtigen muss.

Die Schwierigkeiten ergeben sich zunächst aus der häufig sehr inhomogenen Gruppe der Anleihegläubiger. Diese verfolgen oftmals unterschiedliche Ziele und Strategien in Bezug auf ihr Anleiheinvestment. Diese resultieren auch aus ihren unterschiedlichen „Einstiegskursen“: So gibt es Anleihegläubiger, welche die Anleihe ursprünglich zum Nennwert gezeichnet haben und bereits seit Emission halten (sog. „Par-Investitionen“) und solche, die die Anleihe mit Abschlägen zu einem Zeitpunkt erworben haben, als die wirtschaftliche Situation bereits schlechter war (sog. „Distressed Investoren“).43 Möglicherweise setzen sich die Anleihegläubiger auch aus institutionellen Investoren ←31 | 32→und Privatinvestoren zusammen. Daraus ergeben sich...

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