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Das griechische Immobilienrecht

Eine rechtsvergleichende Darstellung in Bezug auf das deutsche Recht

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Panagiotis Kabolis

Das griechische Grundstücksrecht befindet sich heute im Umbruch. Vor allem führt die Einführung des Grundbuchsystems in Griechenland grundlegende Änderungen im veralteten Corpus des Sachenrechts mit positiven Auswirkungen auf die Rechtssicherheit herbei. Zugleich ist dies mit einer ganzen Reihe von neuen Rechtsinstituten und Herausforderungen verbunden, die die griechische Rechtsordnung zu bewältigen hat. Dieses Buch liefert eine Darstellung des modernen griechischen Sachenrechts der Immobilien auf neuestem Stand. Es befasst sich mit der Entwicklung und der Funktion der Rechtsinstitute betreffend die Begründung, Übertragung und Belastung von dinglichen Rechten an Grundstücken durch eine dialektische Gegenüberstellung der griechischen und der deutschen Vorschriften, so dass sich dem ausländischen Rechtsanwender eine gründliche theoretische wie auch praktische Einsicht in das Thema eröffnet.

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Kapitel I – Einleitung

Kapitel I – Einleitung

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Vor jedem Versuch der Analyse des griechischen Sachenrechts ist eine kurze Darstellung der historischen Entwicklung des Privatrechts im griechischen Raum unvermeidlich. Nur dadurch kann der Leser – besonders der ausländische – das griechische Privatrecht von heute in einen historischen, politischen und sozialen Kontext stellen wie auch die Eigenheiten des griechischen Rechtsdenkens und -lebens verstehen.

Die Analyse einer Zivilisation von solch historischer und räumlicher Breite wie der griechischen vom juristischen Standpunkt aus verlangt im Vorfeld einige Klarstellungen: Unter dem Begriff „griechischer Raum“ sind rechtshistorisch der weitere Raum des östlichen Mittelmeers sowie Teile der balkanischen Halbinsel und Asiens wie auch westwärts Sizilien und Süditalien zu verstehen. Es wird das Recht dargestellt, das von den Griechen zu gegebener Zeit am gegebenen Ort angewandt wurde. Die Darstellung wird sich auf das Vertrags- und das Sachenrecht beschränken. Den relativ unbekannten altgriechischen Rechten wird eine ausführlichere Behandlung gewidmet. Aus dem römischen Recht werden nur für dieses Werk relevante Aspekte an der entsprechenden Stelle analysiert.

Die griechische Rechtsgeschichte lässt sich in die folgenden Perioden aufteilen:

a) archaische – klassische Zeiten bis zu den hellenistischen Zeiten (7. Jh.–332 v.Chr.)

b) hellenistische Zeiten bis zur Eroberung Griechenlands durch die Römer (332 v.Chr. –168 v.Chr.)

c) römische Zeiten bis zur justinianischen Kodifizierung (168 v.Chr.–565)

d) byzantinische Zeiten (565–1453)

e) postbyzantinische Zeiten (1453–1821)

f) neohellenische Zeiten (1821 bis heute).

Diese Kategorisierung...

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