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Das griechische Immobilienrecht

Eine rechtsvergleichende Darstellung in Bezug auf das deutsche Recht

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Panagiotis Kabolis

Das griechische Grundstücksrecht befindet sich heute im Umbruch. Vor allem führt die Einführung des Grundbuchsystems in Griechenland grundlegende Änderungen im veralteten Corpus des Sachenrechts mit positiven Auswirkungen auf die Rechtssicherheit herbei. Zugleich ist dies mit einer ganzen Reihe von neuen Rechtsinstituten und Herausforderungen verbunden, die die griechische Rechtsordnung zu bewältigen hat. Dieses Buch liefert eine Darstellung des modernen griechischen Sachenrechts der Immobilien auf neuestem Stand. Es befasst sich mit der Entwicklung und der Funktion der Rechtsinstitute betreffend die Begründung, Übertragung und Belastung von dinglichen Rechten an Grundstücken durch eine dialektische Gegenüberstellung der griechischen und der deutschen Vorschriften, so dass sich dem ausländischen Rechtsanwender eine gründliche theoretische wie auch praktische Einsicht in das Thema eröffnet.

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Kapitel IX – Grunddienstbarkeiten

Kapitel IX – Grunddienstbarkeiten

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Art. 1118 Begriff

An einem Grundstück kann zugunsten des jeweiligen Eigentümers eines anderen Grundstücks ein dingliches Recht erworben werden, das ihm einen Vorteil gewährt (Grunddienstbarkeit).

Art. 1119

Vermöge der Grunddienstbarkeit trägt der Eigentümer des dienenden Grundstücks die Last, entweder einen Gebrauch von Seiten des Eigentümers des herrschenden Grundstücks zu dulden oder bestimmte Handlungen zu unterlassen, zu deren Vornahme er kraft seines Eigentumsrechts berechtigt wäre.

Art. 1120

Grunddienstbarkeiten im Sinne des vorangehenden Artikels sind insbesondere: das Wegerecht, das Wasserleitungs- oder Wasserabfluss- oder Wasserschöpf- oder Viehtränkrecht des herrschenden Grundstücks, oder das Weide- oder das Holzrecht, die Dienstbarkeit, das Dachwasser des herrschenden Grundstücks auf das dienende Grundstück abtropfen zu lassen, das Dienstbarkeitsrecht, einen Balkon oder ein Vordach über das dienende Grundstück hinausragen zu lassen oder auf das benachbarte Grundstück das Gebäude zu stützen, das Dienstbarkeitsrecht, einen Abwasserkanal zu errichten, die Dienstbarkeit, nicht höher bauen oder das Licht oder die Aussicht für das herrschende Grundstück nicht verbauen zu lassen.

Art. 1121 Begründung

Die Grunddienstbarkeiten werden durch Rechtsgeschäft oder durch Ersitzung begründet. Die Vorschriften über Ersitzung bei Grundstücken und Übereignung derselben durch Vereinbarung finden auch auf die Begründung der Grunddienstbarkeiten entsprechende Anwendung.

Art. 1122 Mehrere Eigentümer

Gehört das herrschende oder das dienende Grundstück mehreren, so ist...

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