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Die Parteiautonomie im europäischen Erbrecht

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Teresa Puig Stoltenberg

Welches Recht auf einen grenzüberschreitenden Erbfall Anwendung findet, richtet sich seit dem 17.08.2015 nach den Vorschriften der europäischen Erbrechtsverordnung. Nach ihr wird in der Regel objektiv an das Recht des letzten gewöhnlichen Aufenthalts des Erblassers angeknüpft. Doch auch das Institut der Rechtswahl hat den Weg in die Verordnung gefunden. Im ersten Kapitel befasst sich die Autorin mit der Parteiautonomie im europäischen Erbkollisionsrecht vor Anwendung der Erbrechtsverordnung. Im zweiten Kapitel untersucht sie die in Art. 22 EU-ErbVO enthaltene «professio iuris» und hebt ihre Schranken  «de lege lata» hervor. Im dritten und letzten Kapitel geht sie auf die Suche nach den Erweiterungsmöglichkeiten der erbrechtlichen Rechtswahl «de lege ferenda» und plädiert für die Zulassung eines offenen Katalogs an wählbaren Rechten (auch zugunsten einzelner Vermögenswerte).

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Drittes Kapitel: Analyse einer umfassenderen Rechtswahlfreiheit im Erbkollisionsrecht de lege ferenda

Drittes Kapitel: Analyse einer umfassenderen Rechtswahlfreiheit im Erbkollisionsrecht de lege ferenda

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Abstract: After coming to the conclusion that the advantages of a wider professio iuris outweigh the disadvantages, three different extension options of party autonomy in european succession law are being analyzed in the third and last chapter. From low to high these options are: the expansion of a closed catalogue of eligible laws, the introduction of a choice of law in favour of any legal system to which an objective connection can be proven and the admission of a free choice of law. The proposed solution turns out to be a mix of the first two options: an open catalogue of eligible laws (also in favour of individual assets).

Tag um Tag ereignen sich in unserer offenen und globalisierten Gesellschaft mehr komplizierte, zum Teil sogar unübersichtliche, internationale Erbfälle. Diese weisen Berührungspunkte zu diversen Rechtsordnungen auf, nicht nur zum Heimat- oder Aufenthaltsrecht des Erblassers. Daher sind Erbfälle, in denen der international mobile Erblasser mehrere gewöhnliche Aufenthalte und Staatsangehörigkeiten im Laufe seines Lebens gehabt hat und wo sich das Nachlassvermögen, die Erben und/oder die Nachlassgläubiger in verschiedenen Staaten befinden, längst nicht mehr eine Ausnahme. Denn wir leben in einer globalisierten und dynamischen Welt. Die Zeiten, in denen die meisten Menschen ihr ganzes Leben im selben Land blieben und keine Grenzen überschritten, sind vorüber. Allein in Europa ereignen sich jährlich über 450.000 Erbfälle mit Auslandsberührung, Tendenz steigend.635 Der internationale Erbfall ist heute keine Rarität, sondern steht vielmehr...

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