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Dynamische Approximationen

Festschriftliches pünktlichst zu Eva Lavrics 62,5. Geburtstag

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Edited By Marietta Calderón and Carmen Konzett

Der vorliegende Band ist der Romanistin Eva Lavric als Festschrift gewidmet. Er spiegelt durch die Auswahl der Beiträge Eva Lavrics wissenschaftliches Œuvre und ihre vielfältige internationale Vernetzung wider. Die Beiträge nehmen häufig eine kontrastivlinguistische Perspektive ein, beschäftigen sich aber nicht nur mit dem Deutschen und dem Französischen, sondern gehen weit darüber hinaus. Methodologisch spannt sich der Bogen von theoretischen Modellierungen und klassischen systemlinguistischen Beschreibungen syntaktischer oder semantischer Phänomene über diskursanalytische Ansätze und neue soziolinguistische Methoden wie dem  «linguistic landscaping» bis hin zur Korpuslinguistik und Interaktionsforschung.

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Paul Danler (Innsbruck): Warum sieben Wörter sieben sind, 1.188 aber auch eines sein können, sehr frei nach Eva Lavric. Überlegungen zur angewandten lexikalischen Pragmatik

Warum sieben Wörter sieben sind, 1.188 aber auch eines sein können, sehr frei nach Eva Lavric. Überlegungen zur angewandten lexikalischen Pragmatik

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Paul Danler (Innsbruck)

„He querido llegar hasta este balcón, ya para nosotros tan memorable, para dirigirles la palabra en un momento de la vida pública, y de mi vida, tan trascendental y tan importante, porque quiero de viva voz llegar al corazón de cada uno de los argentinos que me escuchan“ (Perón zit. in De Titto 2010: 112). Mit diesen Worten beginnt Juan Perón seine berühmt gewordene Rede, die er am 31. August 1955 auf dem Balkon der Casa Rosada gehalten hat. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die ZuhörerInnen Perón damals nicht verstanden. Sie verstanden ihn außerdem sicherlich, ohne sich darüber im Klaren zu sein, wie viel Arbeit sie selbst leisten mussten, um ihn überhaupt zu verstehen. Es ist allerdings auch nicht klar, wie sie ihn bzw. was sie wirklich verstanden. Genau um diese Kluft zwischen tatsächlich Gesagtem und vermeintlich Verstandenem soll es im vorliegenden Beitrag gehen. Die Kluft zwischen tatsächlich Gesagtem und vermeintlich Verstandenem betrifft alle sprachlichen Ebenen der Kommunikation. Uns interessiert hier die lexikalische Ebene. Betrachten wir zunächst den oben zitierten einleitenden Satz der Rede etwas genauer um zu erkennen, wie weit der Weg vom gesagten zum verstandenen Wort sein kann.

Llegar hasta el balcón ist nicht gleich llegar al balcón, auch wenn es sich bei den Unterschieden nur um Nuancen handeln mag. Llegar hasta kann mitunter Anstrengungen implizieren, die hingegen in Verbindung mit llegar a expliziert werden...

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