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Dynamische Approximationen

Festschriftliches pünktlichst zu Eva Lavrics 62,5. Geburtstag

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Edited By Marietta Calderón and Carmen Konzett

Der vorliegende Band ist der Romanistin Eva Lavric als Festschrift gewidmet. Er spiegelt durch die Auswahl der Beiträge Eva Lavrics wissenschaftliches Œuvre und ihre vielfältige internationale Vernetzung wider. Die Beiträge nehmen häufig eine kontrastivlinguistische Perspektive ein, beschäftigen sich aber nicht nur mit dem Deutschen und dem Französischen, sondern gehen weit darüber hinaus. Methodologisch spannt sich der Bogen von theoretischen Modellierungen und klassischen systemlinguistischen Beschreibungen syntaktischer oder semantischer Phänomene über diskursanalytische Ansätze und neue soziolinguistische Methoden wie dem  «linguistic landscaping» bis hin zur Korpuslinguistik und Interaktionsforschung.

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Martina Mayer & Wolfgang Pöckl (Innsbruck): Stellenwert und Zielsetzungen des Übersetzungsunterrichts in philologischen und translationswissenschaftlichen Curricula: eine diachrone Skizze aus translationswissenschaftlicher Sicht

Stellenwert und Zielsetzungen des Übersetzungsunterrichts in philologischen und translationswissenschaftlichen Curricula:

eine diachrone Skizze aus translationswissenschaftlicher Sicht

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Martina Mayer & Wolfgang Pöckl (Innsbruck)

Übersetzen – wir reden hier von der klassischen Form der interlingualen Sprachmittlung – ist nicht schwer, wenn Grundkenntnisse in den betreffenden Sprachen vorhanden sind. Zur Not kann man ein zweisprachiges Wörterbuch zu Rate ziehen. Dann und wann hat man ja vielleicht schon in der Schule und mit Sicherheit irgendwann im „richtigen Leben“ etwas übersetzen müssen. Und Dolmetschen ist sowieso kinderleicht, wie man doch tagtäglich beobachten kann, wenn Kinder mit Migrationshintergrund ihre der Landessprache weniger oder gar nicht mächtigen Familienmitglieder in verschiedensten Kommunikationssituationen unterstützen – die Mutter beim Einkaufen oder beim Arzt, den Vater bei Behördengängen oder am Elternsprechtag, die kleineren Geschwister auf dem Spielplatz.

Da es sich bei beiden Formen der Translation, auch wenn sie professionell betrieben wird, nicht um geschützte Berufe handelt und das Anbieten entsprechender Leistungen auf dem freien Markt also nicht an akademische oder sonstige Kompetenznachweise gebunden ist, müssen sich diplomierte ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen, die von ihrem Gewerbe leben wollen, nicht nur gegen KonkurrentInnen durchsetzen, die keine gleichwertige Formalqualifikation besitzen, sondern auch noch hie und da der Meinung trotzen, ihre Profession sei eigentlich gar keine. Dies wiederum generiert das Problem, dass potenzielle Kundschaft nicht zwangsläufig bereit ist, SprachmittlerInnen für kompetente Leistungen angemessen zu entlohnen oder ausreichend lange Zeitfenster zum Erfüllen einer komplexen Aufgabe einzuräumen – ein Umstand, der das Überleben ohne Geldnot bzw. Burnout auf dem Markt der Sprachdienstleistungen zusätzlich erschwert.1

Studierende der Translation...

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