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Dynamische Approximationen

Festschriftliches pünktlichst zu Eva Lavrics 62,5. Geburtstag

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Edited By Marietta Calderón and Carmen Konzett

Der vorliegende Band ist der Romanistin Eva Lavric als Festschrift gewidmet. Er spiegelt durch die Auswahl der Beiträge Eva Lavrics wissenschaftliches Œuvre und ihre vielfältige internationale Vernetzung wider. Die Beiträge nehmen häufig eine kontrastivlinguistische Perspektive ein, beschäftigen sich aber nicht nur mit dem Deutschen und dem Französischen, sondern gehen weit darüber hinaus. Methodologisch spannt sich der Bogen von theoretischen Modellierungen und klassischen systemlinguistischen Beschreibungen syntaktischer oder semantischer Phänomene über diskursanalytische Ansätze und neue soziolinguistische Methoden wie dem  «linguistic landscaping» bis hin zur Korpuslinguistik und Interaktionsforschung.

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Martin Stegu & Holger Wochele (Wien): Die Wahrnehmung sprachlicher Fehler im beruflichen Kontext: ein Beispiel für „Laienlinguistik“?

Die Wahrnehmung sprachlicher Fehler im beruflichen Kontext: ein Beispiel für „Laienlinguistik“?

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Martin Stegu & Holger Wochele (Wien)

In der Textsorte – oder wie es heute meist heißt: im Genre – Festschrift wird oft versucht, Querverbindungen zwischen den Forschungsthemen des / der Geehrten und eigenen Forschungsinteressen herzustellen. Seit vielen Jahren, vor allem schon zu der Zeit, als Eva Lavric noch an der Wirtschaftsuniversität Wien tätig war, verband uns alle drei das Interesse an „Fehlerlinguistik“, besonders auch im fach- / wirtschaftssprachlichen Bereich. Ein anderer Schwerpunkt der beiden Autoren dieses Beitrags ist inzwischen „Laienlinguistik“ (folk linguistics, linguistique populaire) geworden, und so war es naheliegend, in diesem Beitrag zu zeigen, wie die traditionelle fehlerlinguistische Forschung durch folklinguistische Überlegungen sinnvoll ergänzt werden kann.

„Fehlerlinguistik“ hat bereits eine sehr lange Tradition, vor allem wenn wir auch ihre vortheoretischen Ausprägungen, also auch die „analyse d’erreurs avant la lettre“ mit einbeziehen: Solange es Sprachunterricht gibt bzw. sogar solange „fremde“ oder „Zweit“-Sprachen gelernt und erworben wurden (also zumindest seit dem Turmbau von Babel …), gibt es auch eine zumindest spontane verbale Auseinandersetzung mit Sprachphänomenen, die nicht als normgerecht empfunden werden. Wenn wir hier auch noch den Erstspracherwerb mitberücksichtigen, ist das Anwendungsfeld von „Fehlerlinguistik“ in einem sehr weiten Sinne sowohl diachron als auch synchron noch um vieles größer. Es geht dabei im Großen und Ganzen um folgendes Szenario: Eine sprachlich kompetentere (oder sich als solche fühlende) Person stellt eine sprachliche Abweichung fest und schlägt dafür die von ihr als korrekt empfundene Form vor: „Du hast soeben x...

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