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Wissenskommunikation im Web

Sprachwissenschaftliche Perspektiven und Analysen

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Edited By Katrin Beckers and Marvin Wassermann

Für die individuelle und gesamtgesellschaftliche Wissenskommunikation, d.h. den kommunikativ vermittelten Transfer sprachlich gefassten Wissens, haben sich durch die allumfassende Digitalisierung die Bedingungsgefüge in vielfacher Hinsicht verändert. Neue technisch-mediale Rahmenbedingungen, diversifizierte und flexibilisierte Textsorten und Interaktionstypen sowie undurchsichtige Akteurs-Konstellationen lassen eine ganze Reihe neuer wissenskommunikativer Erscheinungsformen entstehen, die trotz ihrer großen alltäglichen Bedeutung erst in Ansätzen beschrieben sind. Der Sammelband dokumentiert sprach- und transferwissenschaftliche Perspektiven auf diesen multidisziplinär im Fokus stehenden Gegenstandsbereich.

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Matthias Ballod & Gerd Antos: Wie Big Data den Wissensbegriff verändert. Datafizierungs-Diskurse als Gegenstand von Linguistik und Fachdidaktik

Wie Big Data den Wissensbegriff verändert.

Datafizierungs-Diskurse als Gegenstand von

Linguistik und Fachdidaktik

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Matthias Ballod & Gerd Antos

Abstract: To what extent is our traditional concept of knowledge being influenced or even changed by Big Data? The article discusses the accelerating datafication of knowledge regarding its theoretical implications and practical consequences. Thesis: Data does not replace knowledge! But knowledge without the consideration and reflection of data remains inconsequential.

„… eine Welt, in der alles Verhalten und alle Kommunikation als Datenmenge gespeichert und vernetzt ist und diese Daten das Abbild des Menschen und seiner Umwelt generieren, das über sein Schicksal entscheidet, eine solche Welt muss nicht mehr begründet werden“ (Frank Schirrmacher 2014: 159)

„Je mehr wir auf die Kraft von Big Data vertrauen, desto mehr vertrauen wir auf Wahrscheinlichkeiten anstatt auf Theorien, auf sozial abgestimmte und ausgehandelte Erkenntnisinteressen und auf für wahr befundene Gründe“ (Alexander Filipović 2015)

„Gleichzeitig veränderte sich das Verständnis von Wissen in den letzten Jahrzehnten grundlegend. (…) Das Wissen wird jetzt vor allem dazu genützt, neue Welten herzustellen und diese so gut wie möglich zu steuern und zu kontrollieren“ (Bernd Scherer 2018)

Die Ausdifferenzierung des traditionellen Persönlichkeits- und Buch-basierten Wissensbegriffs ist durch die Verfügung über kaum mehr kontrollierbare Datenmengen (Big Data) sowie durch die Algorithmisierung von „Zugriffen auf die Welt“ (insbesondere durch Maschinen mit künstlicher Intelligenz, Robotern) in einem unüberschaubaren Maße vorangetrieben worden – neben der Didaktisierung, Modalisierung sowie der zunehmenden Simulierung von Wissensbeständen durch das Internet.

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