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Wissenskommunikation im Web

Sprachwissenschaftliche Perspektiven und Analysen

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Edited By Katrin Beckers and Marvin Wassermann

Für die individuelle und gesamtgesellschaftliche Wissenskommunikation, d.h. den kommunikativ vermittelten Transfer sprachlich gefassten Wissens, haben sich durch die allumfassende Digitalisierung die Bedingungsgefüge in vielfacher Hinsicht verändert. Neue technisch-mediale Rahmenbedingungen, diversifizierte und flexibilisierte Textsorten und Interaktionstypen sowie undurchsichtige Akteurs-Konstellationen lassen eine ganze Reihe neuer wissenskommunikativer Erscheinungsformen entstehen, die trotz ihrer großen alltäglichen Bedeutung erst in Ansätzen beschrieben sind. Der Sammelband dokumentiert sprach- und transferwissenschaftliche Perspektiven auf diesen multidisziplinär im Fokus stehenden Gegenstandsbereich.

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Wolf-Andreas Liebert: Kooperatives Wissen. Wissensvermittlung in Online-Enzyklopädien

Kooperatives Wissen

Wissensvermittlung in Online-Enzyklopädien1

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Wolf-Andreas Liebert

Abstract: Today, the general public can participate in science through free encyclopedias. It turns out, however, that this not only creates opportunities, but also problems. The article concludes that the scientific institutions themselves must assume responsibility for providing encyclopedic knowledge and points out the characteristics of such a free encyclopedia of the sciences.

In letzter Zeit ist das Internet vor allem als Raum für Überwachung, Gewalt und Hass in Erscheinung getreten. Dabei rückten die kooperativen Prozesse in den Hintergrund, die in den ersten Visionen etwa bei Memex oder auch bei der Errichtung des WWW die Motivation waren und die Hoffnung auf eine „Demokratisierung des Wissens“ aufkeimen ließen (vgl. Liebert 2001, 2002). Die folgenden Überlegungen sollen diese Evolution der Kooperation durch Neue Medien in den Blick nehmen, insbesondere in ihrer Bedeutung für die Wissenschaft (vgl. Gloning/Fritz 2011). Wissenschaftliches Wissen in gegenwärtigen Enzyklopädien ist den spezifischen Rahmenbedingungen der von Ulrich Beck so genannten „Risikogesellschaft“ ausgesetzt, die auch mit einer Legitimationskrise der Wissenschaften und massiven Veränderungen der Medienlandschaft und der gesellschaftlichen Mentalitäten verbunden ist. Daraus entstehen spezifische, gesellschaftliche Bedürfnisse nach Information über Risiken, die eher von einem enzyklopädischen als von einem narrativen Textformat gedeckt werden können. Exemplarisch dafür soll betrachtet werden, wie sich neue Wissensstrategien des Schreibens von Enzyklopädien entwickelt haben, was auch eine neue Sicht auf die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit ermöglicht, insbesondere wenn es um die Auseinandersetzung mit Risiken geht....

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