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Literaturgeschichte und Interkulturalität

Festschrift für Maria Sass

Edited By Doris Sava and Stefan Sienerth

Aus Anlass des doppelten Geburtstages – 50 Jahre Germanistik in Hermannstadt und 60. Geburtstag von Maria Sass, der langjährigen Leiterin dieses Lehrstuhls, – greifen die literaturhistorisch, kulturwissenschaftlich und interdisziplinär ausgerichteten Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven die Geschichte und Dokumentation der rumäniendeutschen und deutschen (Gegenwarts-)Literatur auf. Fragen der Rezeptionsgeschichte und der Wechselwirkungen im Bereich der Interkulturalität, der Literaturvermittlung und des deutsch-rumänischen Kulturaustausches bilden thematische Schwerpunkte des Studienbandes und stehen damit im Zeichen der Wahrung von Kontinuität und Konstanz der Hermannstädter Germanistik.

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Gabriel H. Decuble: Friedrich Nietzsches Artistenmetaphysik und der Anteil der Disziplinen an seinem „Werk“

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Gabriel H. Decuble

Friedrich Nietzsches Artistenmetaphysik und der Anteil der Disziplinen an seinem „Werk“

Abstract: Nietzsche’s life and work are interpreted here as an indissoluble continuum, considering particularly the artifactness of their mutual dependence, since each individual work must be thought of as an open process. The process of dissolution of work specific boundaries leads to an art in the service of life, whereby life is seen as an experiment performed by the knower, and art as its rehearsal. In the sense of an open artifactness, philology and philosophy are equally involved in the textual genesis of Nietzsche’s works, they cannot be disassembled, and the epistemological freedom Nietzsche claims for himself in order to design an artist’s metaphysics in the first place culminates therein, that the Identity of the artist and the unity of his work become loose, they rather point to a plurality of identities and discourses.

Keywords: Nietzsche, Artist’s metaphysics, work of art, artifactness

Nietzsches Leben und Werk als unauflösliches Kontinuum auslegen, mit anderen Worten die Werkhaftigkeit ihres Ineinanderfließens und ihrer gegenseitigen Bedingtheit zu Tage fördern zu wollen, ist kein vermessenes Unterfangen. Dem trägt zunächst einmal die Überlegung Rechnung, dass das Kollektivsingular „Werk“ – als Gesamt- oder Lebenswerk eines beliebigen Autors, aber auch jedes einzelne Werk desselben als pars pro toto genommen – als Prozess gedacht werden kann bzw. muss und nicht etwa als „opus consumatum et effectum“ oder gar als „opus perfectum et absolutum“, wie in...

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