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Aktionsarten

Im Spannungsfeld zwischen Lexik(on) und Grammatik

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Hans-Jörg Schwenk

In diesem Buch wird die germanistische Aktionsartforschung nachhaltig bereichert und entscheidend vorangetrieben. Zum ersten Mal erfahren Aktionsarten eine allumfassende Behandlung, indem sie sowohl im klassifikatorischen Sinne als Gliederung der Verben nach dem zeitlichen Geschehensablauf und damit nach der Ereignisstruktur als auch im morphologischen Sinne als motivierte Derivate, die von unpräfigierten Basisverben abgeleitet sind, aufgefasst werden. Das Buch zeigt nicht nur die Unzulänglichkeiten der traditionellen Vendlerschen Verbklassifikation auf und beseitigt diese, sondern gewährt darüber hinaus auch einen tiefen Einblick in das bislang wohl ungeahnte semantische Leistungsvermögen verbaler Präfixe.

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1. Problematik, Terminologie, Forschungsdesiderate

1. Problematik, Terminologie, Forschungsdesiderate

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In dem vorliegenden Buch wird eine Thematik in Angriff genommen und einer eingehenden und möglichst umfassenden Untersuchung unterworfen, von der sich ohne Übertreibung behaupten lässt, dass sie den Linguisten im Allgemeinen und den Grammatikschreibern im Besonderen, obwohl sie ihnen seit eh und je schier unlösbare Rätsel aufgibt und dem einen oder anderen schon so manche schlaflose Nacht beschert haben dürfte, nach wie vor heftig unter den Nägeln brennt und sie, wie die beachtliche Zahl an hierzu veröffentlichten Beiträgen zeigt, nicht nur nicht loslässt, sondern im Gegenteil immer wieder in ihren Bann zieht und aufs Neue zum Nachdenken zwingt: die Aktionsarten. Dabei waren – und sind es leider weiterhin – die Bemühungen der Forscher indes trotz höchster Anstrengungen, die mit festem Vorsatz und in bester Absicht auf diesem Gebiet mit dem Ziel unternommen wurden, Einigkeit herzustellen und für die nötige Transparenz zu sorgen, alles andere als von Erfolg gekrönt, sind die Wissenschaftler doch bis auf den heutigen Tag an der Aufgabe gescheitert, um nicht zu sagen verzweifelt, die darin bestanden hätte, ein für alle Mal zufrieden stellend Aufschluss darüber zu erteilen, was sich genau hinter dem Phänomen „Aktionsart“ verbirgt, und einen klar umrissenen theoretischen Rahmen abzustecken, der es gestattet, die Aktionsarten von den mit ihnen verwandten, aber deshalb nicht weniger ungeklärten Aspekten deutlich erkenn- und nachvollziehbar abzugrenzen.

So nimmt es nicht wunder, wenn etwa Riecke (2000: 19 f.) ein ziemlich düsteres...

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