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Schlusslogische Letztbegründung

Festschrift für Kurt Walter Zeidler zum 65. Geburtstag

Edited By Lois Marie Rendl and Robert König

Die «Schlusslogische Letztbegründung» sucht Antwort auf die Frage: Wie ist Philosophie als Wissenschaft möglich? Sie führt damit das Projekt einer ontologisch relevanten Logik fort, das seit der Antike im Zentrum der Geschichte des Idealismus und der Transzendentalphilosophie steht.

Kurt Walter Zeidler liefert mit seinem Werk nicht nur eine eindringliche Aufarbeitung dieser Geschichte, sondern bemüht sich zugleich um deren systematische Weiterentwicklung. Fern den Moden seiner Zeit steht sein Denken in einer Tradition der Philosophie, die sich nicht Konjunkturen beugt und in Relativitäten verliert, sondern als Erkenntnis des lebendigen und logisch erschließbaren Absoluten begreift.

Lehrer, Wegbegleiter und Schüler setzen sich in dieser Festschrift mit Zeidlers Arbeiten auseinander.

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Der Haltepunkt des Begründens und der Ausgangspunkt des Beweises. Zur Disposition der Existenzphilosophie Kurt Walter Zeidlers (Thomas Knoppe (Straberg))

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Thomas Knoppe (Straberg)

Der Haltepunkt des Begründens und der Ausgangspunkt des Beweises

Zur Disposition der Existenzphilosophie Kurt Walter Zeidlers

Kurt Walter Zeidler hält Kant und seinen Nachfolgern vor, die begründungstheoretische Problemkomplexion im Begriff der Transzendentalphilosophie wo nicht unterschätzt, da doch missverstanden, wenn nicht gar verkannt zu haben. Über die Berechtigung dieser Vorhaltung lässt sich ergiebig streiten, aber weder mit Blick auf Kant und seine Nachfolger, noch mit Blick auf Zeidler selbst abschließend befinden.1 Daher werde ich mich im Folgenden darauf beschränken, die Konturen der von Zeidler der Transzendentalphilosophie zugrunde gelegten Problemkomplexion weitestgehend unabhängig vom polemischen Potential ihrer ‚Entdeckung‘ nachzuzeichnen. Die mich hierbei leitende Frage lautet: Beschreibt Zeidlers Grundriss der transzendentalen Logik in theoretischer ←163 | 164→wie praktischer Hinsicht das Bewusstsein, Urheber des Systems seiner Ideen zu sein?2

I

Zeidlers Grundriss beansprucht, Transzendentalität durch die Darstellung der Überwindung des Gegensatzes von Idealität und Realität im Ansatz der Erfahrung zu konkretisieren.3 Im Erfahrungsansatz überschneiden sich der transzendentalpsychologische Weg, auf dem das sich zum Prinzip seiner Erfahrungen setzende Subjekt in Fragen getrieben wird, die weder durch die Vernunft noch durch irgendwelche ihrem empirischen Gebrauch entlehnte Prinzipien beantwortet werden können, und die transzendentale Logik, die Erfahrung als in den Grundsätzen eben dieses empirischen Vernunftgebrauchs gegründetes Prinzipat behauptet. Der Psychologie fällt es zu, das Feld der Erfahrung ihrer Reflexion zu öffnen, während es der Logik vorbehalten bleibt, der...

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