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Schlusslogische Letztbegründung

Festschrift für Kurt Walter Zeidler zum 65. Geburtstag

Edited By Lois Marie Rendl and Robert König

Die «Schlusslogische Letztbegründung» sucht Antwort auf die Frage: Wie ist Philosophie als Wissenschaft möglich? Sie führt damit das Projekt einer ontologisch relevanten Logik fort, das seit der Antike im Zentrum der Geschichte des Idealismus und der Transzendentalphilosophie steht.

Kurt Walter Zeidler liefert mit seinem Werk nicht nur eine eindringliche Aufarbeitung dieser Geschichte, sondern bemüht sich zugleich um deren systematische Weiterentwicklung. Fern den Moden seiner Zeit steht sein Denken in einer Tradition der Philosophie, die sich nicht Konjunkturen beugt und in Relativitäten verliert, sondern als Erkenntnis des lebendigen und logisch erschließbaren Absoluten begreift.

Lehrer, Wegbegleiter und Schüler setzen sich in dieser Festschrift mit Zeidlers Arbeiten auseinander.

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Vernunfteinheit und Architektonik. Zum Verhältnis von Transzendentaler Analytik und Dialektik bei I. Kant und K.W. Zeidler (Martin Bunte (Münster))

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Martin Bunte (Münster)

Vernunfteinheit und Architektonik

Zum Verhältnis von Transzendentaler Analytik und Dialektik bei I. Kant und K.W. Zeidler

In diesem Beitrag sollen in Auseinandersetzung mit dem problematischen Verhältnis von transzendentaler Analytik und Dialektik in der Kritik der reinen Vernunft Grenzen und Gemeinsamkeiten von Zeidlers Programm der schluss-logischen Letztbegründung und der Rekonstruktion der subjektiven Deduktion im Rahmen des Beweises der Vollständigkeit der Urteilstafel dargelegt werden. Als Leitgedanke dient dabei die Überlegung, dass die Einheit der Vernunft als Prinzip aller Prinzipien nicht nur für beide Programme maßgeblich ist, sondern darüber hinaus von beiden letztlich auch gleich expliziert wird. Die für die Letztbegründung notwendige Versicherung eines strengen Prinzipienmonismus erlaubt dabei einen Ausblick auf die Möglichkeit der Entfaltung der gesamten Vernunftarchitektonik und damit die Entwicklung der Philosophie zu einer allgemeinen Wissenschaft der Rationalität.

Die schlusslogische Letztbegründung nach Zeidler

Die Transzendentalphilosophie als diejenige Form philosophischer Reflexion, welche nach dem Unvorgreiflichen in jedem möglichen Wissen fragt, kann auf die Frage nach dem Letzten in der Begründung nicht verzichten.1 Wollte sie einen solchen Verzicht leisten, so stünde nicht nur ihr Projekt zur Disposition, sondern die Philosophie in Gänze geriete in Gefahr. Die Tatsache, dass diese Ansicht heute eher eine randständige oder gar abseitige Position darstellt, spricht dabei weniger gegen das Programm der Letztbegründung, sondern gibt vielmehr Zeugnis über den Zustand der gegenwärtigen akademischen Philosophie, welche im...

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