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Schlusslogische Letztbegründung

Festschrift für Kurt Walter Zeidler zum 65. Geburtstag

Edited By Lois Marie Rendl and Robert König

Die «Schlusslogische Letztbegründung» sucht Antwort auf die Frage: Wie ist Philosophie als Wissenschaft möglich? Sie führt damit das Projekt einer ontologisch relevanten Logik fort, das seit der Antike im Zentrum der Geschichte des Idealismus und der Transzendentalphilosophie steht.

Kurt Walter Zeidler liefert mit seinem Werk nicht nur eine eindringliche Aufarbeitung dieser Geschichte, sondern bemüht sich zugleich um deren systematische Weiterentwicklung. Fern den Moden seiner Zeit steht sein Denken in einer Tradition der Philosophie, die sich nicht Konjunkturen beugt und in Relativitäten verliert, sondern als Erkenntnis des lebendigen und logisch erschließbaren Absoluten begreift.

Lehrer, Wegbegleiter und Schüler setzen sich in dieser Festschrift mit Zeidlers Arbeiten auseinander.

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Radikale Vermittlung. Über eine Lücke in Kurt Walter Zeidlers Letztbegründungslehre (Christian Krijnen (Amsterdam))

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Christian Krijnen (Amsterdam)

Radikale Vermittlung

Über eine Lücke in Kurt Walter Zeidlers Letztbegründungslehre

I

Kurt Walter Zeidler hat sich in den Jahrzehnten seines philosophischen Schaffens in intensiver Auseinandersetzung vor allem mit dem antiken und dem neueren Idealismus sowie der Semiotik Peircens darum bemüht, die Gretchenfrage der Philosophie nach der ursprünglich synthetischen Einheit nicht bloß in den Spuren Kants weiter auszubuchstabieren, sondern sie in ihrem durch die Entwicklungen des nachkantischen deutschen Idealismus zum Vorschein gekommenen Problemgehalt ernst zu nehmen und folglich als solche selbst zu thematisieren. Zunächst ganz fasziniert von der von Zeidler sogenannten am „Urteil“ orientierten „fundamentallogischen Option“, d. h. vom „urteilslogischen Verständnis der Transzendentalphilosophie“,1 wie für Kant, den Neukantianismus oder spätere Transzendentalphilosophen wie Hans Wagner und Werner Flach maßgeblich, bekam ich im Zuge meiner Auseinandersetzung mit Hegel immer mehr Sympathie für das Zeidler umtreibende Projekt einer vor-urteilsmäßigen Synthesis: „wie Vermittlung, vor aller urteilenden Fixierung des zu Vermittelnden, gedacht werden könne“.2 Anders formuliert: die Einheit von Denken und Sein, von „Weltbewußtsein und Selbstbewußtsein“, wie Zeidler sich mit und gegen Wagner (samt dem kritischen Idealismus) unlängst ausgedrückt hat, ist nicht bloß als unendliche „Idee“, als ‚nachträgliche Vermittlung“ von bereits gewonnenen Erkenntnissen zu denken, sondern als „apriorische Synthesis“.3 Zwar stehe ←275 | 276→ich der Argumentation Zeidlers, die ein solches Projekt legitimieren soll, sowie der Weise, in der es ausgeführt wird bzw. werden sollte,...

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