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Schlusslogische Letztbegründung

Festschrift für Kurt Walter Zeidler zum 65. Geburtstag

Edited By Lois Marie Rendl and Robert König

Die «Schlusslogische Letztbegründung» sucht Antwort auf die Frage: Wie ist Philosophie als Wissenschaft möglich? Sie führt damit das Projekt einer ontologisch relevanten Logik fort, das seit der Antike im Zentrum der Geschichte des Idealismus und der Transzendentalphilosophie steht.

Kurt Walter Zeidler liefert mit seinem Werk nicht nur eine eindringliche Aufarbeitung dieser Geschichte, sondern bemüht sich zugleich um deren systematische Weiterentwicklung. Fern den Moden seiner Zeit steht sein Denken in einer Tradition der Philosophie, die sich nicht Konjunkturen beugt und in Relativitäten verliert, sondern als Erkenntnis des lebendigen und logisch erschließbaren Absoluten begreift.

Lehrer, Wegbegleiter und Schüler setzen sich in dieser Festschrift mit Zeidlers Arbeiten auseinander.

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Widerspruch und Identität bei Cohen und Hegel. Schutz des Denkens vor Selbstvernichtung (Hartwig Wiedebach (Zürich))

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Hartwig Wiedebach (Zürich)

Widerspruch und Identität bei Cohen und Hegel

Schutz des Denkens vor Selbstvernichtung

I.

Das Vorliegende ist ein kleiner Beitrag zur Gegenüberstellung der logischen Entwürfe von Cohen und Hegel. Ich verdanke das klare Wissen um die Notwendigkeit dieser Gegenüberstellung nicht zuletzt unserem Jubilar. Immer wieder ist Kurt Walter Zeidlers Ausgangspunkt die Philosophie Kants und des sog. „Neukantianismus“. Ich meine insbesondere seine anhaltende Bemühung um den groß entworfenen, aber schwer in alle Filiationen hinein einzulösenden Anspruch auf, wie er und einige andere sagen, „Letztbegründung“. Zeidler hat nachgewiesen, daß nur eine Erweiterung auf methodische Dispositionen Hegels die Aussicht eröffnen kann, jenem Anspruch gerecht zu werden. Dieser Brückenschlag wird nicht dadurch entkräftet, daß Zeidler bei seiner Neufassung der Idee einer ursprünglichen Synthesis die Meinung ausspricht, „daß allein der kritische Weg noch offen ist“.1 Er stellt sich damit nicht gegen Hegel, sondern gegen aktuelle Wissenschafts-Logik(en). – Ich meinerseits beginne bei Hermann Cohen. Es geht mir, wie öfter schon, um jenen Teilaspekt des Denkens, der unserem Erkennen die Sicherheit eines gültigen Anfangs gibt.2 Gemeint ist das schützende Nein zu all dem, was sich einem eindeutigen, in sich identischen Inhalt unseres Erkennens entgegenstellt. Es ist ein reinigender Akt, von Cohen „Das Urteil des Widerspruchs“ genannt (LrE 104ff.).3 Es schützt, wir wir sehen ←297 | 298→werden, das Denken vor Selbstvernichtung. Durch die starke Rolle, die ihm Cohen gibt, rückt...

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