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Schlusslogische Letztbegründung

Festschrift für Kurt Walter Zeidler zum 65. Geburtstag

Edited By Lois Marie Rendl and Robert König

Die «Schlusslogische Letztbegründung» sucht Antwort auf die Frage: Wie ist Philosophie als Wissenschaft möglich? Sie führt damit das Projekt einer ontologisch relevanten Logik fort, das seit der Antike im Zentrum der Geschichte des Idealismus und der Transzendentalphilosophie steht.

Kurt Walter Zeidler liefert mit seinem Werk nicht nur eine eindringliche Aufarbeitung dieser Geschichte, sondern bemüht sich zugleich um deren systematische Weiterentwicklung. Fern den Moden seiner Zeit steht sein Denken in einer Tradition der Philosophie, die sich nicht Konjunkturen beugt und in Relativitäten verliert, sondern als Erkenntnis des lebendigen und logisch erschließbaren Absoluten begreift.

Lehrer, Wegbegleiter und Schüler setzen sich in dieser Festschrift mit Zeidlers Arbeiten auseinander.

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Die ursprüngliche transzendentale Prinzipienfunktion der drei syllogistischen Dukte nach Zeidler im Zusammenspiel von formaler Logik und kategorialer Schematisierung (Hans-Jürgen Müller (Frankfurt am Main))

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Hans-Jürgen Müller (Frankfurt am Main)

Die ursprüngliche transzendentale Prinzipienfunktion der drei syllogistischen Dukte nach Zeidler im Zusammenspiel von formaler Logik und kategorialer Schematisierung

[…] die transzendentale Logik ist nach wie vor ein offenes philosophisches Problem, in dem die logischen Grundlagen der Philosophie und die philosophischen Grundlagen der Logik gleichermaßen zur Diskussion stehen. (K. W. Zeidler: GtL3, 66)

Was für die Philosophen offensichtlich das Schwierigste ist, was sie immer wieder in ihren „Gigantenkampf“ hineintreibt, ist die Zumutung, die ein allem Gedachtsein vorgängiger Modus der Bestimmtheit für das diskursive Denken darstellt, welches darum auch nimmer müde wird, die darin begründete Inkommensurabilität von diskursivem Begriff und Sein, dennoch als ein Verhältnis zwischen Begriffen fassen zu wollen. (Ibid., 239f.)

1. Zeidlers prinzipientheoretische Kantdeutung

1.1 Vernunft als Prinzipientheorie einheitsstiftender Synthesishandlungen

Als einer der wenigen zeitgenössischen Denker, die sich in der Tradition Kants sehen, zeichnet sich Kurt Walter Zeidler durch seinen prinzipientheoretisch angelegten Systementwurf einer revidierten Transzendentalphilosophie auf der Grundlage des jüngst in der dritten Auflage erschienenen Grundrisses „grundgelegten und vorbereiteten Ontologie und Subjekttheorie“1 aus.

Sein Unternehmen, eine Transzendentalphilosophie als Prinzipientheorie zu entwickeln, greift dabei auf die antiken Entwürfe von Platon und Aristoteles zurück und erarbeitet dann in Auseinandersetzung mit der in all ihren Brüchen offengelegten Systematik Kants, die er zwischen Einheits- und Prinzipienintention einerseits und säuberlichen dualistischen Bereichsabgrenzungen ←389 | 390→andererseits zerrissen sieht, und...

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