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Schlusslogische Letztbegründung

Festschrift für Kurt Walter Zeidler zum 65. Geburtstag

Edited By Lois Marie Rendl and Robert König

Die «Schlusslogische Letztbegründung» sucht Antwort auf die Frage: Wie ist Philosophie als Wissenschaft möglich? Sie führt damit das Projekt einer ontologisch relevanten Logik fort, das seit der Antike im Zentrum der Geschichte des Idealismus und der Transzendentalphilosophie steht.

Kurt Walter Zeidler liefert mit seinem Werk nicht nur eine eindringliche Aufarbeitung dieser Geschichte, sondern bemüht sich zugleich um deren systematische Weiterentwicklung. Fern den Moden seiner Zeit steht sein Denken in einer Tradition der Philosophie, die sich nicht Konjunkturen beugt und in Relativitäten verliert, sondern als Erkenntnis des lebendigen und logisch erschließbaren Absoluten begreift.

Lehrer, Wegbegleiter und Schüler setzen sich in dieser Festschrift mit Zeidlers Arbeiten auseinander.

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Phänomenologische Begründung von Raum und Zeit (Karen Gloy (Luzern/München))

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Karen Gloy (Luzern/München)

Phänomenologische Begründung von Raum und Zeit

1. Einheit oder Vielheit von Raum- und Zeitvorstellungen?

Raum wie Zeit sind uns das Allerselbstverständlichste und Vertrauteste von der Welt; wir alle wissen oder meinen zu wissen, was Raum und was Zeit sei. Wir können Dinge nur dann identifizieren, wenn wir sie in einen Raum einordnen und auf unseren jeweiligen momentanen Standpunkt beziehen. Von diesem aus werfen wir, einem Gradnetz gleich, ein System von Stellen und Distanzen über die Dinge, um sie untereinander und letztlich auf uns hin zu ordnen. Ebenso sind Ereignisse und Abläufe nur dann exakt zu fassen und hinsichtlich ihres Eintritts und ihrer Dauer, ihrer Sukzessivität oder Simultaneität zu bestimmen, wenn wir sie in die Zeit mit den Modi Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einordnen und auf unsere jeweilige Gegenwart beziehen. Auf dieser unserer alltäglichen Raum- und Zeiterfahrung basiert die wissenschaftliche, die allgemeinverbindlich ist, die idealisierend und präzisierend von einer einzigen, allumfassenden, unendlich homogenen und kontinuierlichen Raum- und Zeitvorstellung ausgeht. Gleich zwei großen Gefäßen ordnen wir die Gesamtheit der Gegebenheiten der Welt in sie ein und ordnen sie hinsichtlich ihrer Stellung und ihres Verhältnisses zueinander. Im Grunde sind es immer noch Newtons Vorstellungen von Raum und Zeit als zwei unendlich großen Weltschachteln, die alle räumlichen und zeitlichen Dinge in sich aufzunehmen qualifiziert sind. Auch wenn die Einsteinsche Relativitätstheorie uns darüber belehrt hat, dass die Vorstellung einer...

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