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Follow Arts

Texte zu digitalen Welten und analogen Formaten von Claus Friede

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Edited By Dagmar Reichardt and Gudrun Thiessen-Schneider

Dieses Buch präsentiert erstmals das Werk des Kurators, Kunstkenners und Kulturvermittlers Claus Friede als proaktiv schreibenden, überraschend vielseitigen und versatilen Autor. Ein Textkorpus von 85 repräsentativen Beiträgen aus den vergangenen 30 Jahren (1990-2020) illustriert Friedes breit angelegtes Themenspektrum aus den Bereichen Kunst, Musik, Film, Literatur und Kultur. Prägnant zeichnen sie seine intellektuelle und mediale Wende von der analogen zur digitalen Welt nach. Der zweite Buchteil lenkt den „fremden" Blick auf Friedes Schaffen aus der Perspektive diverser Kollegen und Freunde. Ein ausführlicher biobibliographischer Anhang sowie reichhaltiges Bildmaterial runden den prismatischen Einblick in die transkulturellen Wirkungskreise von Claus Friede ab.

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Ein Fest für die Festschrift oder This is Not a „Festschrift“ – Claus Friede zum 60. Geburtstag

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Dagmar Reichardt

Das Buch Follow Arts ist ein Novum, ein Experiment und ein Blumenstrauß an Ideen, Inspirationen und Weltanschauungen zugleich. Warum ein „Novum“? Zunächst ist diese Publikation tatsächlich das – unglaublich, aber wahr – erste Buch, das Claus Friedes Schriftwerk dem Buchmarkt in konziser, wenngleich auch nur sehr ausgewählter Form zugänglich macht. Wer heute durch den vorliegenden Band blättert, dem werden sich – so hoffen wir – die Augen auf immer wieder sich neu freilegende, ineinander übergehende und greifende Welten öffnen, nicht nur weil sich das verschachtelte, tiefgründige Gesamtwerk des schöpferischen Autors, Kurators, Kunstkenners, Intellektuellen, Chefredakteurs und Akademikers Claus Friede ungemein vielseitig, schillernd und oft genug auch völlig überraschend präsentiert. Vielmehr sind es vor allem auch die feinen, aber prägnanten Bezüge „zwischen“ den Zeilen, gewissermaßen „zwischen den Zwischentönen“ im tief verzweigten sogenannten in-between oder third space – also in jenem hybriden, kulturellen Schwingraum, dem der Kulturtheoretiker Homi K. Bhabha seine Abhandlung über die Verortung der Kultur (2000)1 gewidmet hat –, die uns ins Staunen oder respektive Grübeln versetzen. Was uns diese versteckten, aber unüberhörbaren Klänge, diese unübersehbaren farbigen Nuancen, Abstufungen und Schattierungen sagen wollen? Nun, sie ergeben sich bei der Lektüre in unserer eigenen assoziativen Imagination und drängen sich dem aufmerksamen Leser in ihrer Bezugsvielfalt, in ihrer reichhaltigen, vermittelnden Form und in ihrer dringlichen Tonalität wenn nicht geradezu auf, so doch zumindest subtil, schleichend, ja fast schmeichlerisch und verführerisch...

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