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Text- und Diskurswelten in der massenmedialen Kommunikation

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Edited By Marek Cieszkowski and Janusz Pociask

Der mit der Digitalisierung der Kommunikation einhergehende Wandel von Kommunikations- und Medienkulturen beeinflusst die Produktionsbedingungen und den Rezeptionsrahmen von Texten sowie kommunikative Praktiken und kommunikatives Handeln. Um kommunikative Praktiken zu vollziehen und kommunikatives Handeln möglichst effektiv zu gestalten, entstehen vielfältige diskursive Kommunikationsräume, in denen mediale Akteure zu verschiedenen Zwecken miteinander agieren. Mit der Verlagerung der kommunikativen Praktiken in die digitale Welt kommt es zur Verlinkung von Texten zu Diskursen, die multisemiotisch und multimedial geprägt und auf Interaktion ausgerichtet sind. Dieses Buch ist solchen diversen textuellen und diskursiven Erscheinungsformen der massenmedialen Kommunikation gewidmet, die auf der Grundlage erschlossener Textkorpora interdisziplinär untersucht werden. Gegenstand der breit gefächerten Diskussion sind hier einzelne Texte und zusammenhängende Textformate in verschiedenen Medien sowie diskursiv organisierte Textwelten diverser multimodaler und -medialer Ausgestaltung.

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Politische Skandalisierungen als Mikrodiskurse. Ein mediatisierungslinguistischer Ansatz/Political scandalizations as microdiscourse. A mediatization linguistic approach (Sascha Michel)

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Sascha Michel

Abstrakt: In dem Beitrag wird das Forschungsparadigma einer Mediatisierungslinguistik am Beispiel politischer Skandalisierungen skizziert. Ausgehend von der Prämisse, dass Kommunikatanalysen allein nicht ausreichen, um die tiefgreifende mediale Prägung der Alltagskommunikation zu beschreiben, wird auf der Basis des Konzepts der Medienkulturlinguistik (Klemm/Michel 2014a) für eine holistische Perspektive plädiert, die sowohl Kommunikator, Kommunikat und Aneignung integriert als auch theorie- und methodenpluralistisch trans- und interdisziplinär vorgeht. Die Analyse der Fallbeispiele zeigt, dass dadurch Hintergründe und Folgen von Skandalisierungen offengelegt werden, die weit über die Einzelfälle hinausreichen können.

Schlüsselwörter: Mediatisierung, Medienkulturlinguistik, politische Kommunikation, Diskurs, Dispositiv, soziale Medien, Twitter

Abstract: This article outlines the research paradigm of mediatization linguistics using the example of political scandalizations. Given the premise that product analyses alone are not sufficient to describe the profound medial character of everyday communication, a holistic perspective is advocated, based on the concept of media culture linguistics (Klemm/Michel 2014a) which integrates communicator, product and appropriation and proceeds trans- and interdisciplinary with respect to theory and method plurality. The analysis of the case studies shows that this reveals the background and consequences of scandalizations that can go far beyond the individual cases.

Keywords: mediatization, media culture linguistics, political communication, discourse, dispositive, social media, twitter

Politiker*innen twittern, facebooken, sind bei Instagram und Snapchat, schreiben SMS und E-Mails, führen Online-Sprechstunden durch und bleiben vielfach über WhatsApp mit Bürger*innen in Kontakt. Die Alltagskommunikation...

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