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Migration und Zuwanderung

Literarische, soziologische, ökonomische und sprachliche Aspekte

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Edited By Maria K. Lasatowicz and Andrea Rudolph

Im Sommer 2015 erinnerten sich Deutsche daran, dass Deutsche nach 1933 in neue Heimaten aufbrechen mussten. Auch trat zutage, dass ältere Deutsche kollektive Erinnerungen noch einmal erlebten: die Erinnerung daran, am Ende des Krieges mit 12 Millionen weiteren selbst als Flüchtling unterwegs gewesen zu sein. Dennoch schlug das helle Sommermärchen von 2015 in Deutschland und in Österreich sehr schnell in schwarze Prophetien um.

Der Band präsentiert literarische, ökonomische und soziale Aspekte der Migration. Die Herausgeberinnen sind überzeugt, dass der analytische Blick auf die verschiedensten historisch-politischen Konstellationen, seien diese literarisiert oder faktologisch, helfen wird, die jüngsten Probleme und Erfahrungen in einem schärferen Licht zu sehen. Sie setzen damit gegenwärtiger Aufgeregtheit eine Spannungsbewältigung durch geschichtliche Bildung entgegen.

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B. Aktuelle Situation

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Um einen Überblick über die aktuelle Situation zu erhalten, werden im Folgenden die Städte München (vgl. I) und Berlin (vgl. II) verglichen sowie ergänzend Stuttgart und Düsseldorf (vgl. III).

In München fasste der Stadtrat 1994 den ersten Beschluss zur Sozialgerechten Bodennutzung. Hierbei handelt es sich um ein Baulandmodell mit dem Ziel, den Grundstückseigentümer an den Kosten der Planung zu beteiligen und die Schaffung günstigen Wohnraums zu forcieren.

Ist das Verfahren der Sozialgerechten Bodennutzung anwendbar (vgl. 1), verpflichten sich die Grundstückseigentümer, die durch das Bauvorhaben verursachten Kosten zu übernehmen sowie geförderten Wohnraum zu schaffen (vgl. 2). Der Umfang dieser Verpflichtungen berechnet sich nach der Bodenwertsteigerung (vgl. 3). Das gesamte Verfahren der Sozialgerechten Bodennutzung besteht dabei aus bis zu drei Schritten (vgl. 4).

Das Verfahren der Sozialgerechten Bodennutzung kommt gemäß Ziffer 4 der Verfahrensgrundsätze zur Sozialgerechten Bodennutzung in der Fassung vom 26. Juli 2017 (im Folgenden „Verfahrensgrundsätze“) zum Zuge bei städtebaulichen Maßnahmen, die planungsbedingt Kosten bei der Stadt auslösen und zu einer Bodenwertsteigerung in nicht unerheblichem Umfang führen. Erfasst werden Bauleitplanungen und städtebauliche Satzungen, nicht hingegen Sanierungsbaupläne und städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen.

Im Regelfall übernehmen die Grundstückseigentümer die Leistungspflichten; je nach Sachlage und auf Wunsch der Beteiligten können aber auch die Erwerber verpflichtet werden, Ziffer 1 der Verfahrensgrundsätze. Die Planungsbegünstigten müssen dabei bestimmte Kostenarten (vgl. a) sowie Bindungen im...

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