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Migration und Zuwanderung

Literarische, soziologische, ökonomische und sprachliche Aspekte

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Edited By Maria K. Lasatowicz and Andrea Rudolph

Im Sommer 2015 erinnerten sich Deutsche daran, dass Deutsche nach 1933 in neue Heimaten aufbrechen mussten. Auch trat zutage, dass ältere Deutsche kollektive Erinnerungen noch einmal erlebten: die Erinnerung daran, am Ende des Krieges mit 12 Millionen weiteren selbst als Flüchtling unterwegs gewesen zu sein. Dennoch schlug das helle Sommermärchen von 2015 in Deutschland und in Österreich sehr schnell in schwarze Prophetien um.

Der Band präsentiert literarische, ökonomische und soziale Aspekte der Migration. Die Herausgeberinnen sind überzeugt, dass der analytische Blick auf die verschiedensten historisch-politischen Konstellationen, seien diese literarisiert oder faktologisch, helfen wird, die jüngsten Probleme und Erfahrungen in einem schärferen Licht zu sehen. Sie setzen damit gegenwärtiger Aufgeregtheit eine Spannungsbewältigung durch geschichtliche Bildung entgegen.

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Zu schlesischen Szenarien der Identitätskonstruktion in Szczepan Twardochs Romanen Morfina und Drach: Małgorzata Jokiel

Małgorzata Jokiel

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Abstract: Because of the dynamic history of Silesia and the related heterogeneity of its population, the problem of national identity in this region was and still is a very sensitive issue. Based on Szczepan Twardoch’s novels Morfina and Drach, the article’s author reconstructs the selected literary identity construction scenarios in the multinational region of Upper Silesia, thus attempting to identify the factors depending on the relevant historical context that affect the development of the sense of national and cultural identity, such as the political climate, individual benefits and interests, continuation of family traditions or the will to dissociate oneself from the past and ancestors. Furthermore, the article addresses the issue of German translations of Twardoch’s novel from the viewpoint of the multilingual nature of the originals, and the links between the national language, its regional variant and the problem of identity.

Keywords: identity construction, Silesia, multinationalism, strangeness, translation

Im Hinblick auf die wechselhafte schlesische Geschichte1, zahlreiche Grenzverschiebungen2 und die damit einhergehende Heterogenität der Bevölkerung, war und ist die Frage der nationalen Zugehörigkeit in Schlesien nach wie vor ein heikles Thema. Am Beispiel von Szczepan Twardochs Romanen Morfina (deutsch: Morphin) und Drach (in deutscher Übersetzung gleichnamig) sollen im Folgenden die gewählten darin entworfenen literarischen Szenarien der ←233 | 234→Identitätsbildung in dem multiethnischen Kulturraum Schlesien rekonstruiert werden, um die jeweiligen Einflussfaktoren in dem sich verändernden historischen Kontext zu ermitteln. Anschließend wird auf die deutsche Übersetzung der genannten Romane eingegangen, insbesondere vor...

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