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Eine Promenadologie des Anti-Helden in der Literatur

Erzähltexte von Joseph von Eichendorff, Robert Walser, Thomas Bernhard, Peter Handke und Wilhelm Genazino

Kyungmin Kim

Anti-Helden stellen modellhaft die Auseinandersetzung mit der eigenen, oft problematischen Lebenssituation im sozialen Aspekt des Außenseitertums dar. Mit individuellen menschlichen Schwächen bieten solche Figuren Einblicke in Gedanken, Handlungsmotive und Phantasien. Hieran können Erzählungen dann interessante Wahrnehmungsmodelle exemplifizieren. Für die Protagonisten der ausgewählten Erzähltexte bedeutet das Gehen eine Art Therapie, weil es das Denken als Auseinandersetzung mit dem Selbst stimuliert. Beim Gehen reflektieren sie mit ihren Lebenssituationen ihre bedrohten Identitäten, aber auch Möglichkeiten, neue Poetologien zu entdecken.

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Literaturverzeichnis

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Primärliteratur:

Bernhard, Thomas: Gehen. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2015.

Genazino, Wilhelm: Abschaffel. Eine Trilogie. Hamburg: Rowohlt 1985.

– ders.: Abstand gibt es nicht im Sonderangebot. Rede zum Bremer Literaturpreis. In: ders.: Achtung Baustelle. Frankfurt a. M.: Schöffling & Co. 1998.

– ders.: Das Exil der Blicke. Die Stadt, die Literatur und das Individuum (Dresdner Rede). In: ders.: Achtung Baustelle. Frankfurt a. M.: Schöffling & Co., 1998.

– ders.: Das Glück in glücksfernen Zeiten. München: Carl Hanser 2009.

– ders.: Der gedehnte Blick. München / Wien: Carl Hanser 2004.

– ders.: Der Roman als Delirium. In: Andrea Bartl und Friedhelm Marx (Hrsg.): Verstehensanfänge. Das literarische Werk Wilhelm Genazinos. Göttingen: Wallstein 2011, S. 22–32.

– ders.: Die Belebung der toten Winkel. Frankfurter Poetikvorlesungen. München / Wien: Carl Hanser 2006.

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