Show Less
Restricted access

Pikareske Ökonomie – Grimmelshausens «Der seltzame Springinsfeld» im diskursiven Kontext des 17. Jahrhunderts

Series:

Malte Kleinjung

Am Beispiel von Grimmelshausens Der seltzame Springinsfeld entfaltet diese Studie die These, dass Schelmenromane ein Drittes der Ökonomie zur Darstellung bringen können, das neben der Haushaltsführung und dem Marktgeschehen keinen Platz im gelehrten Diskurs hat. Allerdings hängt dieses Dritte mit Kontexten zusammen, die in der historischen Rückschau nicht unbedingt auf Anhieb als ökonomisch erscheinen. Um diese Kontexte in den Blick zu bekommen, stützt sich die Studie auf eine kritische Adaptation des sogenannten New Historicism. Dabei zeigt sich, dass in Grimmelshausens Roman nicht nur einschlägige Wissenselemente zu einem buntscheckigen Tableau zusammengefügt sind, sondern darüber hinaus das Erzählen und Schreiben selbst ökonomisiert wird.

Show Summary Details
Restricted access

6. Glück und Zeit

Extract

VOr Zeiten nennt man mich den dollen Springinsfeld /

Da ich noch jung und frisch mich dummelt in der Welt.

Zuwerden reich und gros / durch Krieg und Krieges-Waffen /

Oder wann das nit gluͤckt / soldatisch einzuschlaffen;

[5] Mein fatum, was thaͤt das? die Zeit und auch das Gluͤck?

Sie stimten in ein Horn; zeigten mir ihre Tuͤck!

Ich wurd des Gluͤckes Ball / must wie das Gluͤck umweltzen /

Mich lassen richten zu / daß ich nun brauch ein Steltzen /

Steltz ietzt vors Bauren Thuͤr / im Land von Haus zu Haus /

[10] Bitt den ums liebe Brodt / den ich so offt jagt aus!

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.