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Isḥāq Armale: Die Schlimmsten aller Katastrophen für die Christen

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Edited By Amill Gorgis and Dorothea Weltecke

Dieser Band ist die erste deutsche Übersetzung von Isḥāq Armales Buch über den Völkermord im Osmanischen Reich. Der syrisch-katholische Chorepiskopos Isḥāq Armalesbeschreibt in der bereits 1919 veröffentlichten Originalausgabe ausführlich das grausame Schicksal, das die Christen in den Städten Mardin, Diyarbakır, ar-Ruhā (Edessa, Urfa, Urhāy), Aleppo, Sindschar, Cizre, Siirt, Kfarbōrān, Tur ‘Abdin sowie in den Dörfern in dieser Umgebung ereilte. Der Autor berichtet über die Unterdrückung der Menschen und berichtet über Entführungen, Vertreibungen, und Massakern, die sich im Jahre 1895 und in den Jahren 1914 bis 1919 zugetragen haben. Die Übersetzung ist ein wichtiges Zeugnis in der Erinnerung an die Menschen, die dem Völkermord zum Opfer fielen.

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Fünfter Teil: Bemerkungen und Nachwirkungen der Massaker und Katastrophen, und ihr Ende. Von 1916 bis 1918.

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Fünfter Teil:Bemerkungen und Nachwirkungen der Massaker und Katastrophen, und ihr Ende. Von 1916 bis 1918.

1.Der Auktionsmarkt.

Durchquerte man Mesopotamien nach den Massakern und Inhaftierungen, so konnte man die Feinde der Christen sehen, wie sie mit Lastenträgern und Fuhrleuten zu den Häusern, Läden und Warenlagern gingen. Sie wurden dort mit Waren und anderen Dingen beladen und auf einen öffentlichen Platz oder in eine Kirche geführt, wo sie die Waren abluden, um sie dann zu verkaufen. Das Geld sollte der Staatskasse zugeführt werden. Uns geht es aber in diesem letzten Teil des Buches nur darum zu schildern, wie sich die Dinge in Mardin nach den Gemetzeln und grauenhaften Ereignissen abspielten.

Nachdem die Feinde die Christen vernichtet hatten, versuchten sie ihr Eigentum und ihr Vermögen in ihren Besitz zu bringen. Sie beauftragten deshalb eine Gruppe von Betrügern und Verbrechern, wie Ḥiǧābī Afandī Naǧīm, Sohn von Amīn Afandī, oder ʿAbdul Karīm Afandī unter der Leitung von Ḥusayn al-Muftī, Muḥammad ‛Alī Čalabī sowie Sādeq, Sohn von Sirrī Afandī, mit dieser Aufgabe. Diese suchten sich wiederum einige christliche Soldaten aus und beauftragten sie damit, die Waren, Einzelstücke, Stoffe, Teppiche, Betten und Hölzer in ein Lagerhaus, in die beiden armenischen Kirche oder ins Haus von Ǧananǧī zu bringen, um sie dann versteigern zu lassen. Die Soldaten führten diese Arbeit noch vor der Ankunft der muslimischen Einwanderer aus Armenien fleißig und gewissenhaft...

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