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Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

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Acht Affen und eine Oktave: Kolorierte Radierungen von Josef und Peter Schaffer

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Die für das Theater selbstverständliche Verbindung von Text, Musik und Bild beginnt auch bei der „Zauberflöte“ mit den ersten Aufführungen und den sie begleitenden Publikationen. Zu letzteren gehören vor allem auch die Drucke von Textbüchern und Theaterzetteln. Das älteste Textbuch der „Zauberflöte“ erschien, noch pünktlich zur Uraufführung, in Wien bei Ignaz Alberti, und war mit Radierungen von Alberti selbst versehen. Dazu zählt auch eine Radierung als Frontispiz, die – in emblematischer Bildlichkeit – mit Drudenfuß (Pentagramm), Sanduhr, Hippe und Krug zutiefst maurerisch verrätselt ist (vgl. S. 180). Von der Decke hängt der fünfzackige Stern, das Zeichen des zweiten Grades, unten rechts sind Winkelmaß und Kelle als Zeichen des ersten Grades und die Sanduhr als dasjenige des dritten Grades zu sehen. Das zweite Bild, das Papageno in einem Vogelkleid mit noch leerem Vogelgehäuse zeigt2, versinnbildlicht die entgegengesetzte Welt des naturhaft Einfachen, das in der Oper als Kontrast zu der Welt von Tamino und Pamina gleiches Recht hat.

Womöglich noch von der Wiener Uraufführung stark beeinflußt sind die wahrscheinlich für die Brünner Inszenierung von 1793 geschaffenen Dekorationen, die sich in den sechs kolorierten Kupferstichen von Peter und Josef Schaffer finden. Sie sind in den von Januar bis Juli erschienenen Heften des von Joseph Georg Traßler in Brünn herausgebrachten „Allgemeinen Europäischen Journals“ wiedergegeben. Freilich haben sie sich, wie das bei dergleichen von Diebstahl und Vandalismus gefährdeten Tafelwerken kein Wunder ist,...

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