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Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

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Hans Joachim Krämer

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1 zog noch einmal eine Summe des einen großen Themas seiner gelehrten Arbeit, nämlich der Forschung zur Ungeschriebenen Lehre Platons.2 Seit der Mitte seines Lebens traten neben die philosophiehistorischen Untersuchungen zunehmend eigene Systementwürfe zur Ethik und Hermeneutik.

Der am 26. April 1929 in Stuttgart geborene Gelehrte war das einzige Kind des Musikpädagogen Wilhelm Krämer und seiner Ehefrau Fanny, geb. Kellenbenz. Wilhelm Krämer, ein engagierter Freimaurer, begründete 1931 die Ludwigsburger Mozartgemeinde und ein Jahr später die Ludwigsburger Schloßfestspiele, die durch Auftritte von Claudio Arrau und Wilhelm Kempff rasch bekannt wurden und die sein Nachfolger Wolfgang Gönnenwein zu hohem internationalem Ansehen führte.

Die Musik war neben der Philosophie die einzige Passion Hans Joachim Krämers, der unverheiratet, nachgerade klausnerisch, seiner Arbeit lebte.

Nach der 1949 in Ludwigsburg abgelegten Reifeprüfung studierte er Philosophie, Klassische Philologie und Germanistik in Tübingen, München, Wien, Rom und Paris. Mit seiner 1957 der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen eingereichten Dissertation „Arete bei Platon und Aristoteles. Zum Wesen und zur Geschichte der platonischen Ontologie“, die zwei Jahre später auf Veranlassung Wolfgang Schadewaldts an prominentester Stelle in den Abhandlungen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften als Buch herauskam, führte Krämer eine nachgerade kopernikanische Wende in der Geschichte des neuzeitlichen Platon-Verständnisses herbei.3

Was Krämer damals, zum Teil in Abstimmung mit gleichgerichteten Forschungen Konrad Gaisers, unternommen hatte, war nicht mehr und nicht ←644...

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