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Kleine Texte

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Edited By Steffen Pappert and Kersten Sven Roth

Kleine Texte sind meist multimodale Erscheinungsformen, die in vielerlei Hinsicht unsere Alltagserwartungen an das, was Texte sind und sein können, in Frage stellen. In unserem kommunikativen Alltag sind wir umzingelt von zahllosen Kommunikaten, denen wir uns kaum entziehen können. Trotz dieser Allgegenwart sind linguistische Untersuchungen zum Thema «Kleine Texte» immer noch rar gesät. Diese Kluft zwischen alltäglicher Relevanz und textlinguistischem (Des-)Interesse soll der vorliegende Band verringern. Die im Band versammelten Beiträge zeigen zum einen verschiedene Zugriffsmöglichkeiten auf den Gegenstand Kleine Texte und seine begriffliche Eingrenzung. Das Spektrum der Beiträge reicht dabei zum anderen von theoretisch-begrifflichen über empirische bis hin zu dezidiert angewandten Arbeiten.

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Handeln mit kleinen Texten

Ina Pick & Claudio Scarvaglieri

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Abstract: We examine text following an action-analytical approach, using examples from public and institutional contexts. In our analyses we show that texts are embedded in socio-spatial and temporal-interactional contexts of action and that they carry out specific subactions in each of these contexts. We argue that texts are small whenever they perform only certain subactions within a context of action. Small texts therefore refer to preceding or following actions. We thus understand smallness as a relational phenomenon that is oriented to how much of the action context is contained in a text.

Keywords: interaction analysissmall textspragmaticsfunctional text analysistext and interaction

In diesem Beitrag werden kleine Texte handlungsanalytisch untersucht. Dabei verstehen wir Texte, wie andere Formen der Kommunikation, als Mittel gemeinsamen Handelns zwischen Autor*innen (Sprechern) und Leser*innen (Hörern). Wie mündliche Äußerungen – bzw. Äußerungen bei Kopräsenz der Interaktant*innen (vgl. Ehlich 1983) – sind Texte in einen Handlungszusammenhang integriert, aus dem sie hervorgehen und in dem sie die adressierten Rezipient*innen zu spezifischen Anschlusshandlungen veranlassen sollen. Die Integration in den Handlungszusammenhang bestimmt unserer Analyse zufolge die sprachliche und semiotische Gestaltung der Texte und führt im hier interessierenden Fall zur Kleinheit der Texte. Konkret können Texte, wie zu zeigen ist, deswegen klein sein, weil ein vergleichsweise umfangreicher Anteil dessen, was sie kommunizieren müssen, in den Handlungszusammenhang – also v.a. in den die Texte umgebenen physischen und sozialen Raum sowie in die zeitlich und handlungspraktisch vorangegangenen Ereignisse – ausgelagert ist. Kleine Texte vollziehen...

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