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Die Diözesankurie

Blick hinter die Kulissen der Bistumsverwaltung

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Edited By Burkhard Josef Berkmann

Der Tagungsband untersucht den gegenwärtigen Umbau vieler Bistumsverwaltungen, der insbesondere die Themen Transparenz, Frauen in Leitungspositionen sowie die Vermeidung von Finanzskandalen und Machtmissbrauch umfasst. Der Band präsentiert aktuelle Berichte von Fachleuten aus sieben (Erz-)Diözesen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Da z.B. in Deutschland zahlreiche Besonderheiten wie Justiziare, Finanzkammern und Ordinariatskonferenzen bestehen, geben die Beiträge einen Einblick in regionale Besonderheiten und gegenwärtige Umstrukturierungsmaßnahmen in den Bistumsverwaltungen. Abschließend werden diese in einem kirchenrechtlichen Kontext reflektiert.

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Die Eichstätter Diözesankurie zwischen Transparenz und Transformation: Peter Stockmann

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Peter Stockmann

Der amtierende Bischof der Diözese Eichstätt, Bischof Gregor Maria Hanke OSB, hat in Bezug auf good governance bzw. good administration in der Kirche darauf hingewiesen, „wie notwendig eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes der kirchlichen Verwaltung ist. Daraus gilt es Folgerungen zu ziehen. Wir brauchen auch in unseren Ordinariaten allgemein anerkannte und verlässliche Verwaltungsstandards und transparente Arbeitsabläufe. Kirchliche Verwaltung ist kein Selbstzweck. Sie steht im Dienst der Evangelisierung und der Seelsorge. Durch eine objektive, bedarfsorientierte und somit gerechte Verwaltung der Ressourcen soll sie im Bistum vor Ort gute Pastoral ermöglichen. Auch die von den Ordinariaten ausgehenden verschiedenen Maßnahmen zur Unterstützung der Seelsorge müssen die tatsächlichen Bedürfnisse der Pastoral im Blick haben. Daher müssen sowohl ihre Genese als auch ihre konkreten Ziele transparent und nachvollziehbar sein.“1 Dieses hier skizzierte Leitbild einer guten kirchlichen Verwaltung ist auch der Orientierungsrahmen für die gegenwärtige Reform der Eichstätter Diözesankurie2, d. h. den Transformationsprozess der diözesanen Verwaltung des Bistums Eichstätt im Kontext der 2014 gestarteten sogenannten Transparenzoffensive der deutschen Bischöfe.

Im Folgenden sollen zuerst der Status quo der Diözese Eichstätt und ihrer Verwaltung, dann die Reformarbeiten im administrativen Bereich und schließ-lich die To-dos der Restrukturierung erläutert werden.3

Die auf den heiligen Bischof Willibald (700–787) zurückgehende Diözese Eichstätt gehört heute mit den Diözesen Speyer und Würzburg zur Kirchenprovinz Bamberg. Mit einer...

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