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Die Diözesankurie

Blick hinter die Kulissen der Bistumsverwaltung

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Edited By Burkhard Josef Berkmann

Der Tagungsband untersucht den gegenwärtigen Umbau vieler Bistumsverwaltungen, der insbesondere die Themen Transparenz, Frauen in Leitungspositionen sowie die Vermeidung von Finanzskandalen und Machtmissbrauch umfasst. Der Band präsentiert aktuelle Berichte von Fachleuten aus sieben (Erz-)Diözesen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Da z.B. in Deutschland zahlreiche Besonderheiten wie Justiziare, Finanzkammern und Ordinariatskonferenzen bestehen, geben die Beiträge einen Einblick in regionale Besonderheiten und gegenwärtige Umstrukturierungsmaßnahmen in den Bistumsverwaltungen. Abschließend werden diese in einem kirchenrechtlichen Kontext reflektiert.

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Die Diözesankurie der Erzdiözese München und Freising: Michael Benz

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Michael Benz

Da die Diözesankurie dazu dient, dem Diözesanbischof bei der Leitung der gesamten Diözese zu helfen, kann ein allgemeiner Blick auf die Diözese und ihre Struktur hilfreich dafür sein, um die Auswirkungen der örtlichen Gegebenheiten auf den Aufbau der Kurie klarer zu erkennen.

Die Erzdiözese München und Freising, deren Gebiet weitgehend deckungsgleich mit dem Regierungsbezirk Oberbayern ist, besteht aus etwa 1,67 Millionen Katholiken. Dies sind 44 % der Gesamtbevölkerung (Stand: 1. Januar 2019).1

Am 10. Juli 1968 wurde die Erzdiözese vom damaligen Erzbischof Julius Kardinal Döpfner in drei Seelsorgsregionen (München, Nord und Süd) untergliedert.2 Diese Struktur wird immer wieder hinterfragt, hat sich aber über die Jahrzehnte bewährt und trägt den teilweise sehr unterschiedlichen Gegebenheiten in den Regionen Rechnung: mit der Landeshauptstadt München, der stark vom Tourismus geprägten Region Süd und der eher von Landwirtschaft und Industrie geprägten Region Nord mit der alten Bischofsstadt Freising und dem Flughafen in Erding.

Derzeit ist die Erzdiözese in 40 Dekanate untergliedert, allerdings wird seit längerer Zeit eine Reform der Dekanate vorbereitet, die den veränderten Gegebenheiten mit eine abnehmenden Zahl an Pfarrern in den derzeitigen Dekanaten Rechnung tragen soll.

Insgesamt gibt es in der Erzdiözese 747 Pfarreien von sehr unterschiedlicher Größe. Es gibt Pfarreien mit weniger als 100 Katholiken und Großstadtpfarreien mit bis zu 10.000 Katholiken. Deshalb werden...

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