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Kleine Schriften Antike – Spätantike – Neuzeit – Fachdidaktik

Analysen griechischer und römischer Texte, Aspekte ihrer Rezeption und Transformation, Übersetzungen lateinischer Texte und Gedanken zur didaktischen Umsetzung

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Dietmar Schmitz

Die vorliegende Sammlung Kleiner Schriften (die auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Beiträge enthält) vermittelt für den Sprach- und Ethikunterricht – und darüber hinaus für alle an europäischer Kultur Interessierten – vielseitige Anregungen. Die Einteilung der Veröffentlichungen erfolgt dabei in die Klassische Antike, Spätantike und Mittelalter, Neulateinische Literatur sowie Fachdidaktik.

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I.4. Pascal Mercier und die klassische Antike, in: Forum Classicum, Heft 4, 2006, 264–269

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Die Antike lebt auch in unserer Epoche weiter fort, und es gibt zahlreiche Rezeptionsdokumente auf dem literarischen Terrain sowie in den bildenden Künsten. Im folgenden Beitrag soll auf einen Autor aufmerksam gemacht, der in seinen Werken die Antike lebendig werden lässt. Um die Funktion der Integration der Antike besser einordnen zu können, seien vorab einige Informationen und Gedanken zu Autor und Werk gestattet.

Der Schweizer Autor Pascal Mercier (*1944) hat sich zunächst nicht der Literatur verschrieben, sondern der Wissenschaft. In Bern unter dem bürgerlichen Namen Peter Bieri geboren hat er nach dem Studium der Philosophie, Indologie, klassischen Philologie und der Anglistik als Forscher in Berkeley und Harvard gelehrt und nach seiner Habilitation im Fach Philosophie an mehreren Universitäten gearbeitet, seit 1994 als Professor an der Freien Universität Berlin. Er ist durch anerkannte wissenschaftliche Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Sprachphilosophie sowie dem der analytischen Philosophie hervorgetreten.

Sein Debüt im Bereich der Literatur hat er mit seinem Roman Perlmanns Schweigen (1995) gemacht, dem sich weitere Romane anschlossen, Der Klavierstimmer (1998) und Das Handwerk der Freiheit (2001). Zuletzt hat er den Roman veröffentlicht, der im folgenden Beitrag im Vordergrund stehen soll: Nachtzug nach Lissabon (Carl Hanser Verlag, München 2004). Protagonisten des Romans sind gleich zwei Personen: Der Berner Gymnasiallehrer Raimund Gregorius, der Latein, Griechisch und Hebräisch unterrichtet, und der Portugiese Amadeu de Prado, Arzt und Schriftsteller. Viele Jahre geht Gregorius seiner Arbeit nach, in die er voll...

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