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Kleine Schriften Antike – Spätantike – Neuzeit – Fachdidaktik

Analysen griechischer und römischer Texte, Aspekte ihrer Rezeption und Transformation, Übersetzungen lateinischer Texte und Gedanken zur didaktischen Umsetzung

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Dietmar Schmitz

Die vorliegende Sammlung Kleiner Schriften (die auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Beiträge enthält) vermittelt für den Sprach- und Ethikunterricht – und darüber hinaus für alle an europäischer Kultur Interessierten – vielseitige Anregungen. Die Einteilung der Veröffentlichungen erfolgt dabei in die Klassische Antike, Spätantike und Mittelalter, Neulateinische Literatur sowie Fachdidaktik.

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II.7. Entscheidende Momente im Leben des Heiligen Ludgerus (Originalbeitrag)

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Der Heilige Ludgerus1, erster Bischof von Münster, hat die Benediktinerabtei Werden an der Ruhr gegründet. Zahlreiche Pfarreien im Bistum Münster und auch im Bistum Essen, aber ebenfalls in den Niederlanden tragen seinen Namen2. Er gilt als Apostel der Friesen und Sachsen. An sein Wirken wird auch heute noch bei bestimmten Feierlichkeiten gedacht. Historiker sehen ihn als denjenigen an, der die angelsächsische Missionsarbeit auf dem europäischen Festland zu einem gewissen Ende geführt hat3. Neben dem heiligen Willibrord und dem heiligen Bonifatius ist diese Persönlichkeit eine prägende Gestalt der damaligen Zeit4.

Die Epoche Karls des Großen5, in der der Heilige Ludgerus lebte, ist von entscheidender Bedeutung für die europäische Geschichte, da wichtige Weichenstellungen für die Zukunft vorgenommen wurden. Als Textgrundlage wurde die Vita Secunda Sancti Liudgeri gewählt, die E. Freise besorgt hat6. Es werden ←371 | 372→Textabschnitte geboten, die die Lebensumstände des Heiligen erörtern, aber auch solche, welche die Verbindung zwischen Ludgerus und Karl dem Großen illustrieren und auf Bildungsfragen eingehen. Da Ludgerus mehrere Lehrer hatte, sollen auch Informationen über diese thematisiert werden; die Ausbildung bei Gregor von Utrecht und Alkuin in York war für Ludgerus von großer Bedeutung. In Fragen der Missionierung hatten Ludgerus und Karl der Große keine einheitliche Meinung.

(4) Liudgerus petivit posthac parentes,

ut litteris se erudiri facerent.

At illi eius accelerantes petitionem,

de cuius pio desiderio laetabantur,

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