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Kleine Schriften Antike – Spätantike – Neuzeit – Fachdidaktik

Analysen griechischer und römischer Texte, Aspekte ihrer Rezeption und Transformation, Übersetzungen lateinischer Texte und Gedanken zur didaktischen Umsetzung

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Dietmar Schmitz

Die vorliegende Sammlung Kleiner Schriften (die auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Beiträge enthält) vermittelt für den Sprach- und Ethikunterricht – und darüber hinaus für alle an europäischer Kultur Interessierten – vielseitige Anregungen. Die Einteilung der Veröffentlichungen erfolgt dabei in die Klassische Antike, Spätantike und Mittelalter, Neulateinische Literatur sowie Fachdidaktik.

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IV.2. Rhetorik in Praxis und Theorie. Cicero: Pro Sestio/de inventione, in: Der Altsprachliche Unterricht, Heft 3, 1995, 41–53

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Innerhalb einer jeden Rede hat die Einleitung eine höchst wichtige Funktion: sie stimmt die Richter auf die weitere Rede ein – wie Cicero selbst betont (de inv. I 20). Außerdem stellt das prooemium einen überschaubaren Abschnitt dar, der im Unterricht behandelt werden kann. Schließlich kann die Analyse des prooemium als exemplarisch für die mögliche Einleitung einer jeden Abhandlung angesehen werden.

Cicero hat das prooemium der Sestiana als organische Einheit konzipiert1. Wie in anderen Proömien versteht er es auch in diesem Fall meisterhaft, ein wesentliches Strukturprinzip anzuwenden, nämlich das des Kontrastierens2.

In Paragraf 1 bereits führt Cicero mehrere Oppositionspaare den Richtern vor Augen:

Individuum

- Staat

einsatzbereite, selbstlose,

- ängstliche, auf ihr eigenes Gut bedachte Bürger

rechtschaffene Bürger

geringe Zahl

- große Zahl

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