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Die Erheblichkeitsschwelle des § 3 UWG

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Martin Drews

Mit der Reform des Lauterkeitsrechts im Jahre 2004 fand in die Generalklausel des § 3 UWG erstmals eine Erheblichkeitsschwelle Einzug, die anlässlich der jüngsten Anpassung des Lauterkeitsrechts an die Lauterkeitsrichtlinie weiter modifiziert wurde. Wettbewerbshandlungen sind seitdem nicht bereits dann unzulässig, wenn sie nur unlauter sind. Erforderlich ist darüber hinaus, dass sie die Erheblichkeitsschwelle überschreiten. Die Arbeit untersucht Regelungszweck und Regelungsumfang der Erheblichkeitsschwelle. Vor dem Hintergrund eines Verständnisses des Lauterkeitsrechts als ein streng wettbewerbsfunktional ausgerichtetes Marktverhaltensrecht wird die Erheblichkeitsschwelle als ein wesentliches Hilfsmittel zur erforderlichen Umsetzung eines more economic approach vorgeschlagen.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................... XI Literaturverzeichnis ........................................................................................... XV Einleitung .............................................................................................................. 1 A. Problemstellung ....................................................................................... 1 B. Gang der Untersuchung ........................................................................... 5 Teil 1. Der Schutzzweck des Lauterkeitsrechts ................................................... 7 § 1. Sinn und Funktion der Schutzzweckklausel ................................................. 7 § 2. Der Schutz der Marktteilnehmer vor unlauterem Wettbewerb, § 1 S. 1 UWG .............................................................................................. 11 A. Überblick über den Diskussionsstand ................................................... 11 I. Wettbewerbsfunktionale Ansicht .................................................. 11 II. Gemischt-ethisch-wettbewerbsfunktionale Ansicht ...................... 13 III. Pluralistische (ethische) Ansicht ................................................... 14 B. Stellungnahme: Individualschutz ausschließlich in Form des Marktteilnehmerschutzes ...................................................................... 16 I. Pluralismus als Negierung jeglichen Schutzmaßstabs ................... 16 1. Die missverständlichen Begrifflichkeiten des „Sozial- rechtlichen Verständnisses“ des Lauterkeitsrechts und der „Degradierung des Verbraucherschutzes“ ......................... 16 a) Das „sozialrechtliche Verständnis“ des Lauterkeits- rechts .................................................................................. 17 b) „Degradierung des Verbraucherschutzes“ zum mittel- baren Konkurrentenschutz? ................................................ 18 2. Wertoffener Marktteilnehmerschutz als verfassungs- gestaltete Politik des UWG ....................................................... 19 a) Fezers pluralistische Privatrechtstheorie ............................ 20 aa) Komplementarität als Strukturgesetz des Subjek- tiven Rechts ................................................................. 21 bb) Keine objektive (reziproke) Reduktion subjek- tiver (komplementärer) Freiheit .................................. 22 VI Inhaltsverzeichnis cc) Die ordnungsstiftende Funktion personaler Freiheit – die Notwendigkeit eines anthropologi- schen Rechtsverständnisses ......................................... 23 dd) Folgerungen für ein freiheitliches und damit ethisches Privatrecht .................................................... 24 b) Umsetzung durch subjektivrechtliches Lauterkeits- recht.................................................................................... 24 c) Übersteigerter Subjektivismus ........................................... 26 II. Die Inkonsequenz der gemischt-ethisch-wettbewerbsfunk- tionalen Ansicht ............................................................................. 29 III. Das Begründungsdefizit der wettbewerbsfunktionalen Ansicht .......................................................................................... 30 IV. Individualschutz als Marktteilnehmerschutz ................................. 34 1. Schutz vor „unlauterem Wettbewerb“ ..................................... 34 2. Die Betrachtung der Individuen ausschließlich als „Marktteilnehmer“ ................................................................... 34 3. Ethische Fremdkörper im wettbewerbsfunktionalen lauterkeitsrechtlichen Geflecht?............................................... 36 a) § 4 Nr. 1 UWG ................................................................... 37 b) § 4 Nrn. 7 und 8 UWG ....................................................... 37 c)...

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