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Veranstalterhaftung im Laufsport

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Yvonne Schuld

Für die Veranstalter von Lauf-Events stellt sich immer wieder die Frage, welche Pflichten gegenüber den teilnehmenden Sportlern bestehen und wie die Haftung ausgestaltet ist. Diese Abhandlung trägt dem Rechnung und analysiert die Veranstalterhaftung im Laufsport unter zivilrechtlichen Aspekten. Es wird dargestellt, welche vertraglichen Bindungen zwischen Veranstalter und Läufer bestehen und inwieweit diese als Grundlage der Veranstalterpflichten dienen. Außerdem werden die Sicherungspflichten des Sportveranstalters gegenüber Athleten im Allgemeinen erörtert, bevor anhand ausgewählter Gefahrensituationen eine ausführliche laufsportbezogene Pflichtenanalyse erfolgt. Abschließend thematisiert die Autorin die Rechtsfolgen von Leistungsstörungen und Pflichtverletzungen durch den Laufveranstalter und untersucht die Zulässigkeit von Haftungsbeschränkungen.

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5. Kapitel: Haftung des Veranstalters bei Leistungsstörungen und Pflichtverletzungen 171

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171 5. Kapitel: Haftung des Veranstalters bei Leistungsstörungen und Pflichtverletzungen Abschließend gilt es zu untersuchen, welche Ansprüche der Läufer gegen den Veranstalter hat, wenn die ordnungsgemäße Abwicklung des Teilnahmevertra- ges gestört wird. Im Mittelpunkt stehen dabei die Rechtsfolgen von Leistungs- störungen im Rahmenprogramm (I.), Ausfall oder Abbruch der Veranstaltung (II. und III.) sowie Verkehrspflichtverletzungen (IV.). I. Leistungsstörungen im Rahmenprogramm Vor allem bei großen Lauf-Events kommt es im außersportlichen Rahmenpro- gramm immer wieder zu Organisationsmängeln und Fehlleistungen des Veran- stalters. Z.B. werden zu wenig Finisher-Medaillen oder Verpflegungsrationen bestellt, so dass einige Teilnehmer leer ausgehen. Wieder andere Sportler erhal- ten das bestellte Veranstaltungs-Shirt in der falschen Größe oder gar beschädigt. Auch ein in Verwahrung gegebener Kleiderbeutel kann gestohlen oder sonstwie abhanden gekommen sein – der Fallgestaltung sind insoweit keine Grenzen ge- setzt. Besondere Rechtsprobleme ergeben sich hierbei jedoch nicht, so dass die Ausführungen zu dieser Thematik auf einige grundlegende Aussagen beschränkt werden können: Wie im zweiten Kapitel festgestellt, schließen Hobby- bzw. Amateurläufer mit dem Veranstalter regelmäßig einen Teilnahmevertrag ab. Dabei handelt es sich um einen Werkvertrag mit Elementen des Kauf- und Dienstrechts sowie sonstiger Vertragstypen.653 Erfüllt der Veranstalter die vertraglich versproche- nen Zusatzleistungen nicht, so richten sich Art und Umfang möglicher Ersatzan- sprüche des Athleten nach den Bestimmungen des jeweiligen Vertragstypus.654 Sind keine speziellen Gewährleistungsrechte einschlägig (z.B. §§ 434 ff., 633 ff. BGB), ist auf das allgemeine Leistungsstörungsrecht (§§ 280...

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