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Stiftungen als Instrument der Unternehmensnachfolge

Eine rechtsvergleichende und kollisionsrechtliche Betrachtung zu Deutschland und Italien

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Tanja Horvath

Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Problem des Generationenwechsels in mittelständischen Unternehmen und erörtert anhand verschiedener Fragestellungen die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Stiftungen als Instrument der Unternehmensnachfolge. Es findet eine rechtsvergleichende und kollisionsrechtliche Betrachtung statt, die das deutsche dem italienischen Recht gegenüberstellt und grenzüberschreitende Lösungen erörtert. Ein besonderer Schwerpunkt bildet dabei die Diskussion über die Wahl des Anknüpfungsmerkmals nach der Sitz- bzw. Gründungstheorie und die Übertragbarkeit der Regelungen des Gesellschaftsrechts auf die Rechtsform der Stiftung. Die neueren Entwicklungen in der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (Überseering, Inspire Art, Centros und Cartesio) im Hinblick auf die Möglichkeit der grenzüberschreitenden Sitzverlegung von Stiftungen zwischen Deutschland und Italien werden ausführlich dargestellt und erörtert.

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A. Einleitung 21

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21 A. Einleitung „Die unternehmensverbundene Stiftung kann in der Praxis ein sinnvoller Ansatz zur Gestaltung einer Unternehmensnachfolge einer nicht unerheblichen Anzahl der in den nächsten Jahren anstehenden 10.000en von Nachfolgefällen sein. Unerlässli- che Voraussetzung für einen praktischen Erfolg dieses Ansatzes ist aber in jedem Fall vor allem die „Stiftungsreife“ des Stifters (Unternehmers) und der Unterneh- merfamilie.“1 I. Gegenstand und Ziel der Untersuchung Im deutschen Mittelstand gibt es zahlreiche Unternehmen, bei denen die Unternehmensführung in den Händen der Gesellschafterfamilie liegt. In der Nachfolgefrage stehen diese Unternehmen oftmals vor dem Problem, dass aus dem Gesellschafterkreis niemand aus freien Stücken bereit ist, das Un- ternehmen in die Zukunft zu führen. Zudem steht in vielen Familien kein geeigneter Nachfolger aus dem Familienkreis zur Verfügung oder es wer- den schwere Erbauseinandersetzungen befürchtet. Jedoch soll das Unter- nehmen nicht an fremde Dritte verkauft werden. Es gilt daher, eine geeig- nete Nachfolgeregelung zu finden, ohne das Unternehmen durch das Nach- folgeproblem unnötig zu belasten.2 Die Gestaltung der Unternehmensüber- gabe muss dabei nicht nur die Auswahl eines geeigneten Unternehmers und einer für die Unternehmensfortführung sinnvollen Rechtsform beinhalten, sondern auch den Umfang des Erblasservermögens und dessen Aufteilung berücksichtigen, da mit dem nicht im Unternehmen gebunden Anteil et- waige Pflichtteils- oder Ausgleichsansprüche zu erfüllen sind. Diese An- forderungen an die Nachfolgegestaltung werfen in rechtlicher Hinsicht komplexe Fragestellungen auf, die sowohl das Gesellschafts- und Erbrecht als auch das Steuerrecht betreffen und eine...

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