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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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3.7 "Nuevo Flamenco" 48

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48 "la mujer frívola, de virtud dudosa, a menudo malvada y cruel, que era la encarnación de las últimas libertades."125 Diese Stereotypen waren, wie wir im Laufe dieser Arbeit sehen werden, nicht Erfindungen der Franco-Zeit, "pero se elevaron a las alturas gracias a su manipulación propagandística".126 Im Flamenco der konservativen Art, wie er vor allem in den peñas gepflegt wird, sind diese Ideen auch heute noch voll präsent. 3. 7 "Nuevo flamenco" Schon vor Francos Tod bildete sich eine "neue Generation", die mit Macht nach Veränderungen suchte. Internationale Musik beeinflußte die neue Flamencomusik, die anfing, Elemente des Jazz, des Rock, der Popmusik etc. aufzunehmen. Der Flamenco ist in den letzten Jahren Ŕ trotz der Schmähreden der Konservativen- über seine regionalen Ursprünge hinausgewachsen. "Internationale Medienkonzerne, Agenturen und das Internet haben dem Flamenco neue Vertriebswege erschlossen, ihn als Kulturgut und KonsumŔ produkt in die gesamte Welt exportiert. (…) Der Flamenco (…) ist längst Teil einer grenzüberschreitenden Unterhaltungsbranche, und wie alle Künste sieht er sich ständigem Innovationszwang ausgesetzt. Mit den alten Geschichten von einem unglücklichen, rückständigen Andalusien, mit Strophen, die vom Hochmut der Señoritos und Großgrundbesitzer, vom Elend der Tagelöhner, Minenarbeiter und Gitanos handeln, kann er nicht mehr aufwarten."127 Hinzuzufügen zu der oben genannten Aufzählung von Knipp ist, dass sich auch die Frauen heute oft nicht mehr in dem Frauenbild der traditionellen Texte wiederfinden und nach neuen Ausdrucksformen suchen. 125 Chuse,...

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