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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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6.3.3 Die Quellen 81

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81 auch der vierte. In einem ausführlichen Glossar werden die andalusischen Liedertexte in Verbindung gesetzt mit denen aus anderen spanischen oder europäischen Gebieten214. Eine "kleine Schwester" von dieser großen Sammlung ist die 1929 herausgegebene Sammlung "El alma de Andalucía en sus mejores coplas amorosas". Unter den Blickwinkeln dieses Programms gesehen (Andalusien, Liebeslieder) ist die Liederzahl wesentlich beschränkter, der Prozentsatz der Flamencolieder größer. 6.3.3 Die Quellen. Rodriguez Marín stützte sich weniger auf das, was er direkt von den Sängern hörte, als auf schriftliche Dokumente. Er ließ seine vielfältigen Beziehungen spielen und bekam die Texte zugeschickt von Leuten, die ihrerseits häufig wieder aus schriftlichen Quellen schöpften, - und oft aus wenig brauchbaren, wie Rodriguez Marín klagt215. 6.3.4 Konditionen des Sammelns. Der Arbeitsplatz für Rodriguez Marín war überwiegend (wenn auch nicht ausschließlich, siehe RoMar I, S.10) der Schreibtisch und die Bibliothek sowie ein reger Briefverkehr mit anderen Wissenschaftlern und Interessierten. In den Anmerkungen erscheint dann: "Mi amigo TORRE me ha comunicado esta otra versión"..., (RoMar V, S. 38) ,"la versión publicada por LUIS PALOMO en El Folk-Lore Andaluz..." (RoMar V, S.26) "...que me ha dado a conocer JOAQUÍN RODRIGUEZ GARAY" (RoMar V, S. 67), etc. In dieser "Gelehrtenrepublik" sind keine Frauen zu finden. 214 Hierbei ist zu erkennen, dass sich die Flamencoliedertexte in geschriebener Form formal nicht unterscheiden von den übrigen spanischen Liedern (besonders die achtsilbigen Vierzeiler), ja dass sogar von Inhalt her...

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