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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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2.6. Seelische Grausamkeit gegen die Ehefrau 179

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179 Noch klingt die (aggressive) Werbung nach, doch verschiebt sich bereits die Aussage dahin, durch das Provozieren von schlechtem Gewissen der Frau die Handlungs- und Entscheidungsfreiheit zu nehmen. 2.6.1 Willkür und Machtanspruch. Der Mann hat es nicht nötig, zu be- gründen oder Überzeugungsarbeit zu leisten. Es wird einfach befohlen. Nackter Machtanspruch spricht aus dem folgenden Text: De que quieras, de que no, Tú entrará en er caminito porque te lo mando yo. Demof 40 Te lo digo una y mil veces que yo contigo no hago lo que tú no te mereces. OrB 200 Lo he dicho una y mil veces: contigo yo me he portao mejor que tú te mereces. OrB 129 Was die Frau "verdient", unterliegt dem Gutdünken und der Willkür des Ehemannes. Er droht: Ten cuidao con lo que haces que si mucho te consiento de la raya no te pases. OrB 200 Unter dem Deckmantel einer Huldigung schlägt der Mann seiner Frau ihren Wunsch ab: Pa´ qué quieres que te compre un espejito de plata si yo quiero que te mires en los ojos de mi cara.451 OrB 433 Die Frau soll sich nicht mehr selbst ansehen und erst recht nicht den Spiegel dazu benutzen, sich schön zu machen, sondern den Blick nur noch auf den Ehemann gerichtet halten. 451 Ganz ähnlich die Strophe OrB II S. 111: "Los ojitos de tu cara,/ si yo tuviera la suerte/ que sólo a mí me miraran."- Hier ist...

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