Show Less

Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

2.7 Rechtfertigung des Mannes durch gesellschaftlichen Druck 187

Extract

187 2.7 Rechtfertigung des Mannes durch gesellschaftlichen Druck. Wenn die Frau sich nicht so dezent benimmt, wie es allgemein von ihr erwartet wird, fällt auch immer ein dunkler Schatten auf den Mann oder Ehemann zurück. García Lavernia (1991) bringt einen Text der Fandangos de Lucena, den er als "burlesk und sarkastisch" (S. 141) bezeichnet. Der sexuelle Bezug ist eindeutig: La mujer que a su marío toma en aborrecimiento o está loca del sentío o es que quiere otro instrumento que le dé mejor sonío. Lav 141 Carrillo (S. 130) bringt hierzu das Sprichwort "A la mujer loca, más le agrada el pandero que la toca468." (Correas, "Vocabulario", p. 5) Es wird als selbstverständlich vorausgesetzt, dass die Frau Ŕ wenn sie nicht "verrückt" ist -, ihren Ehemann liebt. Immerhin wird dem Mann hier eine eventuelle "Schuld" an dem Verhalten seiner Frau zugeschoben, auch wenn sich der Text ausschließlich auf die sexuelle Ebene bezieht. Sangre mía en tus entrañas. Demof. 85 De qué te sirbe que jagas Conmigo malas partías, Si no te cabe en er cuerpo La sangre que tienes mía. Demof. 98 durchaus plausibel erscheint. Dieses wird jedoch widerlegt durch folgenden Text: No quiero ser millonaria ni rica ni pobre sólo quiero ser la sangre que por tus venitas corre. Canc. gran. 98 Da es sich hier einwandfrei um eine weibliche Sprecherin handelt, die "dein Blut" sein will, muss es sich entweder um eine Umschreibung f...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.