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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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3.4.2 Fortführung der Tradition im Flamenco? 224

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224 Diese Tradition war bis nach Frankreich hinein verbreitet. Jeanroy hebt hervor, dass es sich schon damals um Stereotypen handelte: "C´est surtout par la mère qu´est représentée l´autorité des parents. Le dialogue entre la fille et la mère était fréquent dans l`ancienne poésie française, comme en Portugal; ces deux personnages, avec celui de l´amant, étaient, en quelque sorte, stéréotypés."542 3.4.2 Fortführung der Tradition im Flamenco? Inwiefern führen nun die Flamencolieder, die alte Traditionen oft treu bewahrt haben, diese Konstellation zwischen Mutter und Tochter fort? Madre, yo no puedo de noche dormir porque me parece que a la puerta llama y que ha de venir. OrB 393 Eine Ähnlichkeit des Bildes mit der oben genannten jarcha "¿Ké faré, mamma? Meu l-habib ešt´ad yana " ist unverkennbar. Auch in dem folgenden Text ist die Mutter die Vertraute für die verliebte Tochter, die ihr mitteilt: Madre mía de mis entrañas yo no voy pa´el Altozano Porque me quita´ el sentío los ojos de este gitano. OrB 392 Es beklagt sich das Mädchen, dass ihm so wenig Zeit bleibt, sich ungestört im Dunklen mit seinem unerkannten Liebhaber am Fenster zu unterhalten. Ist der Anruf "madre" wörtlich zu nehmen, oder ist er mehr ein Seufzer, der als Wort verkleidet ist? - Yo no sé lo que tiene madre, la luna que se para en mi puerta más que...

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