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Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

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Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

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7.8 Zusammenfassung 192

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192 [...] it is music, among all arts, that isolates the individual from the society of his con- temporaries, makes him aware of his separateness and, finally, provides a personal sig- nificance to his life regardless of his social and personal loyalties.”937 Das pythagoräische Prinzip der Sphärenharmonie, dem Gedanken, das die musi- ca instrumentalis die Musik der Welt (musica mundana) und letztlich die Musik der Sphären nachbildete, ist nur noch eingeschränkt nachvollziehbar. Zwar wird von diesem Prinzip gesprochen, es ist jedoch nicht mehr dauerhaft und nur noch als Momentaufnahme wahrnehmbar. You seem to have found the truth; clear definite, unmistakable, it is announced by the violins; you have it, you triumphantly hold it. But it slips out of your grasp to present it- self in a new aspect among the cellos and yet again in terms of Pongileoni’s vibrating air column. The parts live their separate lives; they touch, their paths cross, they combine for a moment to create a seemingly final and perfected harmony, only to break apart again. Each is always alone and separate and individual.938 Somit kann Musik helfen Welterfahrung im zeitgenössischen Roman auszudrü- cken. Die Musik kann dabei ... als Korrelat einer letztlich harmonischen Welt dienen ... kann aber auch – zumal in der Form einer Fuge, die traditionell als „statisch“ angesehen wird – zum Korrelat einer sinnlos kreisenden, entwicklungslosen Welt werden.939 Das Spannungsverhältnis zwischen einer als unverständlich empfundenen Welt und der transzendentalen ästhetischen Erfahrung der Musik bleibt ungelöst. Die- se...

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