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Diversity-Kompetenz in der Erziehungswissenschaft

Eine Strategie zur Umsetzung von Gleichstellung im Zusammenhang mit der aktuellen Hochschulreform

Doris Klappenbach

Entsprechende Motivation der Beteiligten beschleunigt Prozesse. Dies gilt in besonderem Maße für die aktuelle Bildungsreform. Mit der Planung, Entwicklung und Struktur von Studiengängen beschäftigten Kommissionen, Dekanaten und Hochschulleitungen wird hier eine Planungs- und Artikulationshilfe angeboten: Auf Basis der Untersuchung konkreter Lehrinhalte der Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin wird anhand eines kooperativen Curriculums für Diversity-Kompetenz exemplarisch gezeigt, wie der Weg zu einer erfolgreichen Studienreform aussehen kann. Lehrenden und Lernenden, TrainerInnen, ReferentInnen und WeiterbildungsinteressentInnen wird ein Überblick über Diversity Managemant als Lehr- und Lerninhalt, über Konzepte für integrative Mediationsausbildung, die Vermittlung von mediativer und interkultureller Kompetenz erstellt.

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1 Einleitung 9

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9 1 Einleitung „Eine europaorientierte Studienreform ist unter Bedingungen der »Kostenneutralität« oder gar der Senkung staatli- cher Bildungsausgaben nicht möglich! Da der Bologna-Prozess zentral auf eine Verbesserung der Studienbedingun- gen zielt, ist er personalintensiv. Auch alle offiziellen Bologna-Konzepte der führenden deutschen Wissenschaftsver- bände orientieren sich an einem Mehraufwand, der sich insbesondere aus einer deutlichen Verbesserung der Lehr-, Betreuungs- und Beratungsqualität in der ersten Studienphase ergibt. Dieser Mehraufwand kann gerade angesichts einer politisch gewollten Erhöhung der Studierendenquote nicht durch Einsparungen »an anderer Stelle« erwirt- schaftet werden, da dies unter dem Strich zu einer Qualitätsabsenkung führen würde. Unter Bedingungen der Knappheit und ständig neu inszenierter [...] »Sparrunden« erstickt jeder politische Reformwille seitens derjenigen, die in den Hochschulen die Reformprozesse tragen sollen. Umgekehrt gilt: Zusätzliche Aufgaben erfordern zusätz- liche Mittel.“ (BdWi 2003, S.2) Anliegen dieser Arbeit ist, mit „Diversity-Kompetenz“ Strukturkommissionen in der Erziehungswissenschaft einen strategisch ausgerichteten Vorschlag zu unterb- reiten, der ressourcenorientiert dazu beiträgt, die in der Europapolitik und insbe- sondere den bildungspolitischen Programmen formulierten gesellschaftlichen An- forderungen an die Hochschule nachhaltig umzusetzen. Die eingangs in der politi- schen Forderung des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissen- schaftler (BdWi) anlässlich des europäischen BildungsministerInnentreffens in Ber- lin (18./19. September 2003) ausgeführte Bekundung, dass Kosten- und die damit verbundenen Personaleinsparungen in der Bildungspolitik zu einem Mangel an Umsetzungsfähigkeit führen, wird hier nicht grundsätzlich infrage gestellt. Der Wissenschaftsrat (WR) betont aktuell, im Juli 2008, dass die Hochschulen eine „be-...

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