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Diversity-Kompetenz in der Erziehungswissenschaft

Eine Strategie zur Umsetzung von Gleichstellung im Zusammenhang mit der aktuellen Hochschulreform

Doris Klappenbach

Entsprechende Motivation der Beteiligten beschleunigt Prozesse. Dies gilt in besonderem Maße für die aktuelle Bildungsreform. Mit der Planung, Entwicklung und Struktur von Studiengängen beschäftigten Kommissionen, Dekanaten und Hochschulleitungen wird hier eine Planungs- und Artikulationshilfe angeboten: Auf Basis der Untersuchung konkreter Lehrinhalte der Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin wird anhand eines kooperativen Curriculums für Diversity-Kompetenz exemplarisch gezeigt, wie der Weg zu einer erfolgreichen Studienreform aussehen kann. Lehrenden und Lernenden, TrainerInnen, ReferentInnen und WeiterbildungsinteressentInnen wird ein Überblick über Diversity Managemant als Lehr- und Lerninhalt, über Konzepte für integrative Mediationsausbildung, die Vermittlung von mediativer und interkultureller Kompetenz erstellt.

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4 Erziehungswissenschaftliche Theorien zum Agentenstatus von sozial, pädagogisch und andragogisch Arbeitenden 63

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63 4 Erziehungswissenschaftliche Theorien zum Agentenstatus von sozial, pädagogisch und andragogisch Arbeitenden Im Zusammenhang mit der These, dass Erziehungswissenschaftlerinnen und Er- ziehungswissenschaftler als Agentinnen und Agenten politischer Veränderung zur Umsetzung von Gleichstellung zentral in den Blick zu nehmen sind, lohnt es sich, grundlegende Theoriemodelle der politikwissenschaftlichen Bildungsforschung he- ranzuziehen, die „die Voraussetzungen und Möglichkeiten von Erziehungs- und Bildungsprozessen im institutionellen wie im ge- sellschaftlichen Kontext untersucht“ (Reuter 2002. S. 169) und damit die Grenz- und Überschneidungslinien von Erziehung oder Bildung und politischem System fokussiert (Reuter 2002, S. 169).51 Die ausgewählten klassischen Ansätze des grundlegenden Bildungspolitikers Lutz R. Reuter und des französi- schen Ethnologen, Soziologen, Philosophen und engagierten Intellektuellen Pierre Bourdieu, der 1989 (u.a.) von der FU Berlin mit der Ehrendoktorwürde ausge- zeichnet wurde, dienen als Grundlage der darauffolgenden Betrachtung von Anre- gungen zu politischer Veränderung durch Lehren und Lernen. Sie lassen sich hier zum einen aufgrund ihrer Eignung zur Verknüpfung mit den erläuterten neo- institutionalistischen Ansätzen (vgl. Kap. 2.1.3) verwenden. Zum anderen werden sie als Basis zur Umsetzung einer Herangehensweise, wie sie hier für die erfolgrei- che Weiterentwicklung von Gleichstellung im Rahmen der Bildungsreform präfe- riert wird (vgl. WR 2008, S.8; Kap. 2.2.3). 4.1 Bildung und Politik Die Veränderung der Erziehungsstile, Erziehungsziele und Erziehungsmittel im Zusammenhang der sich historisch verändernden politisch-ökonomischen Situation und dem jeweils geprägten Menschenbild zeigt sich im Zuge der Aufklärung: Der Bildungsbegriff wurde aus seiner ursprünglichen Verbindung...

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