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Diversity-Kompetenz in der Erziehungswissenschaft

Eine Strategie zur Umsetzung von Gleichstellung im Zusammenhang mit der aktuellen Hochschulreform

Doris Klappenbach

Entsprechende Motivation der Beteiligten beschleunigt Prozesse. Dies gilt in besonderem Maße für die aktuelle Bildungsreform. Mit der Planung, Entwicklung und Struktur von Studiengängen beschäftigten Kommissionen, Dekanaten und Hochschulleitungen wird hier eine Planungs- und Artikulationshilfe angeboten: Auf Basis der Untersuchung konkreter Lehrinhalte der Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin wird anhand eines kooperativen Curriculums für Diversity-Kompetenz exemplarisch gezeigt, wie der Weg zu einer erfolgreichen Studienreform aussehen kann. Lehrenden und Lernenden, TrainerInnen, ReferentInnen und WeiterbildungsinteressentInnen wird ein Überblick über Diversity Managemant als Lehr- und Lerninhalt, über Konzepte für integrative Mediationsausbildung, die Vermittlung von mediativer und interkultureller Kompetenz erstellt.

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7 Ergebnisse der Analyse 241

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241 7 Ergebnisse der Analyse In den vorangegangenen Kapiteln wurden Argumente, Ziele und konzeptionelle wie inhaltliche Herangehensweisen von universitärer Vermittlungsarbeit zu Inter- kultureller und Mediativer Kompetenz sowie zum Thema Diversity Management differenziert dargestellt und im Hinblick auf die Vermittlung von Kompetenzen zur Umsetzung von Gleichstellung und Gleichbehandlung im Kontext erziehungswis- senschaftlicher, sozialer und pädagogischer Arbeit reflektiert. Die Vermittlungspra- xis gleicht dabei der Konkurrenzsituation verschiedener Aus- und Weiterbildungs- schulen kostenpflichtiger Angebote nicht staatlicher Bildungseinrichtungen. Durch die parallel laufende Vermittlung von Ansätzen mit ähnlicher Zielstellung kommt es einerseits zu großen Überschneidungsmengen. An anderer Stelle fehlt wiederum die Zeit, Vermittlungsinhalte gut fundiert auf erworbene und bereits verinnerlichte Kompetenzen aufzubauen. Zusammenfassend lässt sich dieser Bestandaufnahme entnehmen, dass sich die einzelnen Herangehensweisen durch Verbindungslinien kennzeichnen, die eine Kombination vielversprechend erscheinen lässt. Inwieweit sich konkrete Überschneidungen, Ähnlichkeiten und Unterscheidungen finden las- sen, bildet eine theoretische Basis für den Transfer in die Praxis: Die Abgrenzung der Konstrukte erweist sich an vielen Stellen als künstlich und vor allem dienlich für sogenannte „Schulenstreits“. Der grundsätzliche Ansatz einer gelingenden Kooperation ist dabei nicht umsetzbar. Zielführend ist es hier, das Vergleichen und Bewerten statt in einer differenzierten analytischen Betrachtung synergetisch anzu- gehen: Die Konstrukte werden auf ihre Verbindungslinien im Zusammenhang mit der Aufgabenstellung eines gleichstellungsorientierten Umgangs mit Diversität hin beleuchtet und in Beziehung miteinander gebracht. Erstellt wird eine Grundlage für die differenzierte und spezifische Ausgestaltung durch weitere Bearbeitungen zum Thema. 7.1 Kombinationseffekte einer anwendungsorientierten Auswahl der Ansätze...

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