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Murteza Pascha von Ofen zwischen Panegyrik und Historie

Eine literarisch-historische Analyse eines osmanischen Wesirspiegels von Nergisi (El-vaṣfü l-kāmil fī-aḥvāli l-vezīri l-‘ādil)

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Nedim Zahirovic

Mehmed Nergisi, der in der osmanisch-türkischen Literatur für seinen schwülstigen Stil bekannt war, beschrieb in einem seiner Werke, dem sogenannten «Wesirspiegel», die Person des türkischen Statthalters von Ofen, Murteza Pascha. Unter Führung von Murteza Pascha hatten die osmanischen Truppen den siebenbürgischen Fürsten Gabriel Bethlen während seines dritten Feldzuges gegen das Haus Habsburg im Jahre 1626 unterstützt. In diesem «Wesirspiegel» demonstrierte Nergisi ein weiteres Mal seine Belesenheit in arabischer und persischer Literatur, die jedoch weitgehend auf Kosten der Originalität seines Werkes ging. Allzu stark war seine Neigung zur Kompilation und insbesondere zur Übernahme von Versen anderer Autoren. Die historische Analyse des Werkes zeigt, wie gut Nergisi über die Vorgänge in Niederungarn, dem Schauplatz des Feldzuges, informiert war. Die gelegentlich auftretenden pompösen Übertreibungen sollen auf die Hauptintention seines Werkes, die Person und die Taten Murteza Paschas zu idealisieren, zurückgeführt werden.

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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort ………………………………………………………………………. 7 Einleitung …………………………………………………………………….. 9 Sprache und Stil …………………………………………………………….. 19 Historischer Hintergrund ……………………………………………………. 43 Inhaltsangaben ………………………………………………………………. 59 Transkription ………………………………………………………………. 109 Technische Hinweise und Abkürzungen ……………………………………187 Quellen- und Literaturverzeichnis …………………………………………. 191 Personen- und Ortsregister ………………………………………………… 205 7 Vorwort Das vorliegende Werk ist geringfügig umgearbeitete Version meiner Dissertati- on, die im Juni 2005 vom Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien angenommen wurde. Die Dissertation setzt sich zum Ziel, ein Werk (El-vaṣfü l-kāmil fī-aḥvāli l-vezīri l-‛ādil) des osmanischen Literaten Meḥmed Nergisī (gest. 1635) vom literarischen und historischen Standpunkt aus zu untersuchen. Mein erster Dank gilt dem Betreuer der Dissertation Prof. Dr. Markus Köhbach, der mich in die Lektüre dieses anspruchsvollen Werks ein- führte und dann mit großer Geduld die Dissertation betreute. Prof. Dr. Claudia Römer, die zweite Betreuerin meiner Dissertation, trug wesentlich zu meiner fachlichen Weiterentwicklung bei, indem sie meine Angst vor der Begegnung mit den schwierigsten osmanisch-türkischen Schriftstücken zerstreuen konnte; ihr sei dafür herzlichst gedankt. Ich danke Rifa’at Ali Abou-El-Haj (Binghamton University, Binghamton, USA), István Fazekas (Ungarische Archivdelegation im Haus-, Hof- und Staats- archiv in Wien), Aladin Husić (Orijentalni institut, Sarajevo) Lenka Janošová (Masarykova univerzita, Brno), Anne C. Kenneweg (Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, Leipzig) Markus Koller (Justus-Liebig-Universität, Giessen), Sándor Papp (Szegedi Tudományegyetem, Szeged), die mir bei der Arbeit an der Dissertation in unterschiedlicher Weise geholfen haben. Die Drucklegung ist Prof. Dr. Hans-Georg Ebert (Universität Leipzig), dem Herausgeber...

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