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Takahata Isao

Maria M. Grajdian

Takahata Isao, einer der berühmtesten und einflussreichsten Anime-Regisseure, zu dessen Anime-Werken solche Blockbuster wie Heidi – ein Mädchen aus den Alpen und Das Grab der Glühwürmchen zählen, ist Thema dieser weltweit erstmaligen Biografie. Takahata Isao ist der Mitbegründer des Ghibli-Unternehmens und der ältere Kollege sowie Haupt-Promoter des Regisseurs Miyazaki Hayao. Durch das Produzieren von Anime-Filmen wie Prinzessin Mononoke oder Chihiros Reise ins Zauberland (Oscar für den Besten Animationsfilm 2003) ist das Studio Ghibli in den letzten Jahrzehnten zum Inbegriff des japanischen Anime geworden und Miyazaki Hayao, der als Regisseur der meisten erfolgreichen Produktionen des Studio Ghibli auftritt, wurde als der berühmteste Anime-Regisseur aller Zeiten gefeiert. Wenige wissen allerdings, dass Takahata Isao hinter der charismatischen Gestalt Miyazakis steht. Dies liegt hauptsächlich daran, dass bislang keine umfangreichen Veröffentlichungen über Takahata Isao – als Mensch und als Anime-Autor – sowie über sein Werk vorliegen. Die Biografie, entstanden in Folge langjähriger Feldforschung und Literaturrecherche in Japan sowie zahlreicher Gespräche mit Takahata Isao, schließt diese Lücke. Sie ermöglicht die Vorstellung von Takahata Isao auch einem breiteren Publikum mittels einer wissenschaftlichen, jedoch gleichsam zugänglichen Analyse seiner Hauptwerke.

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Das Leben in der Hoffnung 69

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Das Leben in der Hoffnung Die 52-teilige Anime-Fernsehserie Die rothaarige Anne (auch als Anna, das Mädchen mit den roten Haaren oder Anne of Green Gables bekannt) wurde 1979 von Nippon Animation als Teil des themenübergreifenden Anime- Projekts namens Das Weltmeisterwerke-Theater herausgegeben. Gleich nach ihrer Veröffentlichung wurde sie zu einem internationalen Erfolg, sowohl in den benachbarten asiatischen Ländern als auch in Europa, vor allem in Italien, Frankreich und Deutschland. Selbst wenn im übrigen Teil der Welt Die rothaarige Anne im Laufe der Zeit eher in Vergessenheit geriet, bleibt sie bis in die Gegenwart in Japan sehr beliebt als ein Symbol des optimistischen Sprungs in die 1980er Jahre – den Zeitraum, der den Höhe- punkt des Wohlstands in Japan darstellt. Die rothaarige Anne basiert auf dem 1908 veröffentlichten Roman Anne of Green Gables der kanadischen Schriftstellerin Lucy Maude Montgomery. Die Idee dieser Geschichte kam Montgomery durch einen Zeitungsartikel, der die Situation eines Paares beschrieb, das ein Mädchen anstatt eines Jungen, wie ursprünglich geplant, adoptiert hatte; ihre eigenen Kindheits- erinnerungen und -erfahrungen in der dörflichen Umgebung der Insel Prince Edward besorgten ihr weitere Elemente zur Gestaltung eines literarischen Werks, das ohne Ansprüche eines weltliterarischen Meisterwerks die Imagi- nation und Sehnsüchte sowie die Atmosphäre im ländlichen Kanada am Anfang des 20. Jahrhunderts treu wiedergibt (Takahata 1991:94). Anne Shirley, die Hauptprotagonistin des Romans, entstand ebenfalls nach einem in der Wirklichkeit existierenden Modell, Evelyn Nesbit. Die Handlung der Anime-Fernsehserie Die rothaarige Anne l...

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